Klimaschutz mit Preisschild: Emissionshandel breitet sich weltweit aus
Wichtige Fakten
- • Weltweit gibt es 41 Emissionshandelssysteme.
- • Die Systeme decken ein Viertel der globalen Treibhausgasemissionen ab.
- • Drei neue nationale ETS starten 2025 in Japan, Indien und Vietnam.
- • Kalifornien deckt 76% seiner Emissionen ab und verbündet sich mit Washington.
- • Die ETS-Einnahmen erreichten 2024 einen Rekordwert von 79 Milliarden Dollar.
Die EU ist beim Klimaschutz nicht allein: Weltweit wächst die Zahl der Emissionshandelssysteme (ETS). Laut einem Bericht der International Carbon Action Partnership (ICAP) existieren inzwischen 41 solcher Systeme, die über ein Viertel aller globalen Treibhausgasemissionen abdecken. Dabei erfassen sie mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung und 63 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung. Im Jahr 2024 erzielten die ETS einen Rekordumsatz von 79 Milliarden US-Dollar.
Drei neue nationale Systeme nehmen 2025 ihren Betrieb auf: in Japan, Indien und Vietnam. Weitere sieben befinden sich in der konkreten Planung, darunter für Brasilien, Chile und Kolumbien. Auch in den USA wächst der Emissionshandel: Kalifornien – bereits das größte regionale System – dehnt seine Kooperation auf den Bundesstaat Washington aus. In China weitet der Volkskongress den ETS auf weitere Industrien aus, und selbst in Indien deutet sich ein Systemwechsel an.
Der Bericht zeigt jedoch auch Unterschiede: Nur wenige Systeme haben eine absolute Obergrenze für Emissionen. Während Gebäude und Verkehr verstärkt einbezogen werden, sind Landwirtschaft und Bergbau noch selten. Auch Branchen wie Müll bleiben außen vor. Trotz Rückschlägen wie dem geopolitischen Druck auf Energiemärkte behalten die ETS-Märkte ihre Dynamik. Für den Klimaschutz bleibt der Emissionshandel ein zentrales Instrument, dessen globaler Ausbau fortgesetzt wird.
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