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International 20.02.2026, 02:31 Aktualisiert: 20.02.2026, 23:05

Andrew Mountbatten-Windsor: Regierung plant Thronfolge-Ausschluss nach Festnahme

Andrew Mountbatten-Windsor wurde am 19. Februar 2026 wegen Amtsmissbrauchs festgenommen und nach 11 Stunden Vernehmung gegen Auflagen freigelassen.

Wichtige Fakten

  • Andrew Mountbatten-Windsor wurde am 19. Februar 2026 wegen Amtsmissbrauchs festgenommen und nach 11 Stunden Vernehmung gegen Auflagen freigelassen.
  • Die Polizei durchsucht weiterhin seinen ehemaligen Wohnsitz Royal Lodge in Windsor, die Ermittlungen könnten noch bis Montag andauern.
  • Die britische Regierung plant ein Gesetz, um Andrew aus der Thronfolge zu entfernen, was die Zustimmung von 14 Commonwealth-Ländern erfordert.
  • König Charles hat sich in einer Erklärung von seinem Bruder distanziert und volle Kooperation mit den Ermittlungen zugesagt.
  • Die Polizei befragt ehemalige Personenschützer von Andrew zu möglichen Kenntnissen über Aktivitäten mit Jeffrey Epstein.

Festnahme und aktuelle Ermittlungen

Andrew Mountbatten-Windsor, der Bruder von König Charles III., wurde am 19. Februar 2026 auf dem königlichen Sandringham-Anwesen in Norfolk festgenommen, nachdem Polizeibeamte um 08:00 Uhr GMT an seiner Tür erschienen. Er wurde wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch in Gewahrsam genommen, nach 11-stündiger Vernehmung auf freien Fuß gesetzt und gegen Auflagen freigelassen. Die Thames Valley Police durchsucht weiterhin seinen früheren Wohnsitz, die Royal Lodge in Windsor, und die Ermittlungen könnten noch bis Montag andauern, während das Sandringham-Anwesen bereits durchsucht wurde. Der Vorwurf bezieht sich auf die Weitergabe vertraulicher Regierungsdokumente an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein während seiner Zeit als Handelsattaché zwischen 2001 und 2011. Zudem befragt die Polizei ehemalige Personenschützer von Andrew zu möglichen Kenntnissen über Aktivitäten mit Epstein.

Reaktionen und politische Entwicklungen

König Charles äußerte in einer Stellungnahme seine tiefe Besorgnis und distanzierte sich von seinem Bruder, wobei er volle Unterstützung für die Ermittlungen versprach und betonte, dass das Gesetz seinen Lauf nehmen müsse. Die Festnahme, die erste eines hochrangigen Royals seit über 350 Jahren, hat international Aufmerksamkeit erregt. In Großbritannien plant die Regierung nun ein Gesetz, um Andrew aus der Thronfolge zu entfernen, nachdem Parlamentarier der Liberal Democrats und SNP ihre Unterstützung signalisiert haben, während einige Labour-Abgeordnete skeptisch bleiben. Verteidigungsminister Luke Pollard bestätigte, dass die Regierung mit dem Buckingham Palace an den Plänen arbeitet, um Andrew von der Thronfolge auszuschließen, was die Zustimmung von 14 Commonwealth-Ländern erfordert.

Medienresonanz und rechtliche Komplexität

Ein Foto von Reuters-Fotograf Phil Noble, das Andrew erschöpft und schockiert auf dem Rücksitz eines Autos nach seiner Freilassung zeigt, hat weltweit Schlagzeilen gemacht und symbolisiert die beispiellose Natur des Falls. Juristen weisen darauf hin, dass die Ermittlungen zu Amtsmissbrauch komplex sind und Monate dauern könnten, da es schwierig ist, nachzuweisen, dass Andrew wusste, dass er Regelverstöße beging. Die rechtliche Definition von Amtsmissbrauch ist vage, und die Polizei muss prüfen, ob die Handlungen ein "Missbrauch des öffentlichen Vertrauens" darstellen, wobei die maximale Strafe lebenslange Haft sein kann, aber Verurteilungen selten sind. Neun Polizeibehörden im Vereinigten Königreich erwägen Ermittlungen im Zusammenhang mit den Epstein-Dateien.

Auswirkungen auf die Monarchie und öffentliche Debatte

Die Festnahme hat eine breite Diskussion über den Schaden für die Königsfamilie ausgelöst, mit Kritik an mangelnder Transparenz. Trotzdem gibt es auch Lob für König Charles, der seinen Bruder finanziell unterstützt, während er gleichzeitig die Ermittlungen befürwortet. Die Debatte konzentriert sich nun auf Andrews Zukunft, während er vorübergehend in Wood Farm auf dem Sandringham-Anwesen lebt, wo er ein ruhiges Leben im Exil führen soll. Die Ereignisse deuten darauf hin, dass dies angesichts der anhaltenden Ermittlungen und öffentlichen Aufmerksamkeit schwierig sein könnte, insbesondere mit dem geplanten Thronfolge-Ausschluss, der die Monarchie weiter belasten könnte.

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