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International 29.04.2026, 00:51 Aktualisiert: 29.04.2026, 18:01

König Charles III. begeistert US-Kongress mit mahnender Rede

Charles III. war erster britischer Monarch vor US-Kongress seit 1991.

Wichtige Fakten

  • Charles III. war erster britischer Monarch vor US-Kongress seit 1991.
  • Er rief zur Einigkeit der Verbündeten und NATO-Treue auf.
  • Trump lobte die Rede als 'großartig', trotz inhaltlicher Differenzen.
  • Charles betonte Umweltschutz und sprach Epstein-Opfer indirekt an.
  • Besuch am 9/11-Memorial in New York und Treffen mit Angehörigen.

Historische Rede im US-Kongress

Der britische König Charles III. hat am Dienstag als erster britischer Monarch seit 1991 vor dem US-Kongress gesprochen. In einer gut halbstündigen Ansprache betonte er die Bedeutung gemeinsamer Werte und der NATO, insbesondere im Ukraine-Krieg. Ohne US-Präsident Donald Trump namentlich zu nennen, mahnte Charles zur „unerschütterlichen Entschlossenheit“ und widersprach damit implizit Trumps transaktionaler Außenpolitik. Der König warnte, dass kein Land die großen Herausforderungen alleine bewältigen könne – eine klare Absage an „America First“.

Breite Zustimmung im Kongress

Die Rede erhielt zahlreiche Standing Ovations von beiden Parteien. Charles erinnerte an die „besondere Beziehung“ zwischen Großbritannien und den USA, die er als eines der wichtigsten Bündnisse der Geschichte bezeichnete. Der Monarch plädierte für Multilateralismus, nannte die Allianzen das „Herzstück der NATO“ und verwies auf die Magna Carta als Grundlage demokratischer Kontrolle. Republikaner und Demokraten zeigten sich beeindruckt, auch wenn einige Republikaner wie Michael Baumgartner den britischen Premier Keir Starmer weiterhin kritisierten.

Diplomatische Meisterleistung und indirekte Botschaften

Britische Medien feierten die Rede als „diplomatische Meisterleistung“. Charles sprach zudem indirekt die Opfer des Epstein-Skandals an, ohne sie zu nennen – der Palast bestätigte, dass er sie im Sinn hatte. US-Präsident Trump lobte die Rede als „großartig“, verstieß jedoch bei einem Gala-Dinner gegen die Etikette, indem er Details aus einem privaten Gespräch über den Iran-Krieg ausplauderte und sich mit einem Kronen-Emoji als „zweiten König“ bezeichnete. Der Palast konterte diplomatisch, der König sei über die bekannte Position zur Nichtverbreitung von Atomwaffen im Bilde.

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