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International 23.05.2026, 05:53 Aktualisiert: 23.05.2026, 10:01

Schwerstes Grubenunglück seit Jahren: Mindestens 90 Tote bei Gasexplosion in China

Mindestens 90 Tote bei Gasexplosion in Kohlemine in Shanxi.

Wichtige Fakten

  • Mindestens 90 Tote bei Gasexplosion in Kohlemine in Shanxi.
  • Explosion am 22. Mai 2026 um 19:29 Uhr Ortszeit; 247 Arbeiter unter Tage.
  • 755 Rettungskräfte im Einsatz; 123 Verletzte in Krankenhäusern.
  • Unglücksursache noch unklar; hohe Kohlenmonoxidwerte gemessen.
  • Werkleitung festgenommen; Präsident Xi fordert Untersuchung.

Todesopfer und Rettungsarbeiten

Bei einer Gasexplosion in einem Kohlebergwerk in der chinesischen Provinz Shanxi sind mindestens 90 Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich am Freitagabend, 22. Mai 2026, um 19:29 Uhr Ortszeit in der Liushenyu-Mine der Tongzhou-Gruppe. Zum Zeitpunkt der Explosion waren 247 Arbeiter unter Tage. Rettungskräfte konnten 201 Bergleute bergen, viele davon verletzt. Insgesamt wurden 123 Verletzte in Krankenhäuser gebracht, von denen vier in kritischem Zustand sind und 33 inzwischen entlassen wurden. Rund 755 Rettungskräfte sind im Einsatz, darunter viele mit Atemmasken wegen giftiger Gase.

Ursache und Reaktion der Behörden

Die genaue Ursache der Explosion ist noch unklar. Laut Staatsmedien wurden extrem hohe Kohlenmonoxid-Werte gemessen, die den Explosion vorausgingen. Die Führungskräfte des Bergwerks wurden festgenommen. Chinas Präsident Xi Jinping forderte die Behörden auf, „keine Mühen zu scheuen“, um die Verletzten zu versorgen und eine gründliche Untersuchung durchzuführen. Die Mine war bereits 2024 als schwerwiegende Sicherheitsgefahr eingestuft worden. Dies ist das schwerste Grubenunglück in China seit 2009, als über 100 Menschen starben.

Zusatzinformationen zum Kontext

Shanxi ist das Zentrum des chinesischen Kohlebergbaus und fördert über ein Viertel der gesamten Kohle des Landes. Trotz verbesserter Sicherheitsstandards kommt es immer wieder zu schweren Unfällen. Zuvor hatte die Provinz regionale Maßnahmen zur Verbesserung des Gasmanagements in stark gefährdeten Minen gefordert. Die Anlage steht seit Freitagabend unter ständiger Beobachtung der lokalen Katastrophenschutzbehörde.

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