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International 28.03.2026, 04:30 Aktualisiert: 28.03.2026, 10:02

Iran-Krieg: Zivile Opfer steigen, Golfstaaten verärgert, NATO-Streit und US-Skepsis

Im Iran wurden seit Kriegsbeginn über 1.900 Zivilisten getötet und mehr als 20.000 verletzt.

Wichtige Fakten

  • Im Iran wurden seit Kriegsbeginn über 1.900 Zivilisten getötet und mehr als 20.000 verletzt.
  • Iran feuert weiter Drohnen und Raketen auf Golfstaaten, wobei mindestens 25 Todesopfer gemeldet wurden.
  • US-Präsident Trump kritisiert Bundeskanzler Merz für fehlende NATO-Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus.
  • US-Umfragen zeigen wachsende Skepsis unter jungen Republikanern gegenüber dem Krieg.
  • Die Straße von Hormus bleibt durch iranische Drohungen blockiert, was 20% des globalen Öls betrifft.

Zivile Opfer und Angriffe auf Wohnviertel

Der Krieg zwischen den USA, Israel und Iran hat zu schweren zivilen Opfern geführt. Laut dem Internationalen Roten Kreuz wurden im Iran seit Kriegsbeginn über 1.900 Zivilisten getötet und mehr als 20.000 verletzt. In Teheran trafen Raketen Wohnviertel, wie im Stadtteil Sizdah Aban, wo Bewohner von Zerstörung und Überschwemmungen berichten. Ein ARD-Team dokumentierte die Aufräumarbeiten, wobei Augenzeugen von massiven Explosionen und geplatzten Wasserleitungen sprachen. Die Menschen leiden unter Internetblockaden und fehlenden Schutzbunkern, während die Revolutionsgarde den Druck nach innen erhöht.

Angriffe auf Golfstaaten und wirtschaftliche Folgen

Iran hat Tausende Drohnen und Raketen auf arabische Golfstaaten abgefeuert, wobei mindestens 25 Todesopfer, darunter Gastarbeiter aus Indien und Pakistan, gemeldet wurden. Die Intensität der Angriffe hat zwar abgenommen, bleibt aber tödlich. Die Golfstaaten reagieren verärgert, mit Ausweisungen iranischer Diplomaten und Androhungen von Gegenmaßnahmen. Iran droht, die Straße von Hormus zu blockieren, durch die 20% des globalen Öls und 30% der Düngemittel transportiert werden. Golfstaaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate bezeichnen dies als ökonomischen Terrorismus.

Wachsende Skepsis in den USA und NATO-Streit

In den USA zeigt sich wachsende Skepsis gegenüber dem Krieg, besonders unter jungen Republikanern. Auf der CPAC-Konferenz äußerten Teilnehmer Bedenken über fehlende Transparenz, hohe Kosten und unklare Kriegsziele. Umfragen des Pew Research Centers offenbaren, dass nur 49% der 18- bis 29-Jährigen Trumps Kriegsführung stark befürworten. Gleichzeitig feierten iranisch-amerikanische Aktivisten die US-Militäroperation als Chance für Regimewechsel. US-Präsident Trump hat Bundeskanzler Friedrich Merz kritisiert, weil Deutschland die NATO-Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus verweigert, was zu diplomatischen Spannungen führt.

Internationale Auswirkungen und Gaza-Krise

Der Krieg hat auch Auswirkungen auf andere Regionen, wie Gaza, wo der Waffenstillstand bröckelt. Trotz eines Friedensplans von Trump kämpfen die Palästinenser mit steigenden Preisen und knappen Hilfsgütern, während Hamas die Kontrolle wiedererlangt. Die internationale Aufmerksamkeit ist auf den Iran-Konflikt fokussiert, was Fortschritte in Gaza behindert. UN-Vertreter betonen die Notwendigkeit der Entwaffnung von Milizen, doch Hamas lehnt dies wahrscheinlich ab, was die Gefahr einer Rückkehr zur Gewalt erhöht. Nach vier Wochen deutet nichts auf ein schnelles Ende des Krieges hin.

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