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International 10.06.2026, 05:00 Aktualisiert: 10.06.2026, 10:02

Konflikte um Rohstoffe, Siedlungen und Frauenrechte: Globale Verantwortung in der Kritik

Amazon, Sony und andere kauften wohl Coltan aus M23-kontrollierten Minen.

Wichtige Fakten

  • Amazon, Sony und andere kauften wohl Coltan aus M23-kontrollierten Minen.
  • M23 erpresst laut UN ca. 600.000 Pfund monatlich aus Coltan in Rubaya.
  • 32 britische Charitys spendeten 28 Millionen Pfund an israelische Siedlungen.
  • Taliban erschossen bei Protesten in Herat zwei Menschen.
  • Frauen in Afghanistan wurden wegen angeblicher Hijab-Verstöße verhaftet.

Kongo: Tech-Konzerne mit Verbindungen zu bewaffneten Gruppen

Die US-Organisation Global Witness wirft führenden Technologiekonzernen wie Amazon, Ericsson und Sony vor, möglicherweise Coltan aus Minen genutzt zu haben, die von der Miliz M23 im Osten der Demokratischen Republik Kongo kontrolliert werden. Die M23 soll für Gräueltaten verantwortlich sein. Nach Erkenntnissen von Global Witness wird das begehrte Mineral aus der Rubaya-Mine über Ruanda geschmuggelt und an namhafte Firmen geliefert. Die UN schätzt die monatlichen Einnahmen der Miliz daraus auf knapp 600.000 Pfund. Die Unternehmen berufen sich auf Lieferkettenkontrollen.

Nahost: Britische Spenden an Siedlungen kritisiert

Die Labour-Abgeordnete Melanie Ward hat die britische Charity Commission aufgefordert, 32 Organisationen zu überprüfen, die mindestens 28 Millionen Pfund an israelische Siedlungen im Westjordanland gespendet haben. Diese Siedlungen gelten nach internationalem Recht als illegal. Ward warnte vor der Verwendung von Steuergeldern durch Spendengelder. Betroffen sind unter anderem Bildungseinrichtungen und pro-israelische Gruppen. Die Kommission prüft die Vorwürfe bereits.

Afghanistan: Tote bei Protesten gegen Kleidervorschriften

In Herat (Afghanistan) eskalierte eine seltene Demonstration gegen die Taliban-Kleidervorschriften: Nachdem die Miliz Frauen und Mädchen wegen angeblicher Hijab-Verstöße festgenommen hatte, protestierten etwa 70 Menschen. Taliban-Kämpfer eröffneten das Feuer, zwei Menschen starben, Dutzende wurden verletzt oder festgenommen. Beobachter sprechen von zunehmender Unterdrückung, nachdem Frauen bereits von Bildung und Arbeit ausgeschlossen wurden. Die Taliban bestreiten die Festnahmen.

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