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International 25.04.2026, 11:21 Aktualisiert: 25.04.2026, 15:01

Koordinierte Angriffe erschüttern Mali: Hauptstadt Bamako und mehrere Städte betroffen

Angriffe in Bamako, Kati, Gao, Mopti und Kidal gemeldet.

Wichtige Fakten

  • Angriffe in Bamako, Kati, Gao, Mopti und Kidal gemeldet.
  • US-Botschaft rät Bürgern, Schutz zu suchen.
  • Tuareg-Rebellengruppe FLA beansprucht Einnahme von Kidal.
  • Armee meldet Kontrolle, neutralisierte Angreifer und zerstörte Ausrüstung.
  • Flughafen von Bamako geschlossen; Flüge gestrichen.

Angriffswelle in Mali

In Malis Hauptstadt Bamako und mehreren anderen Städten haben bewaffnete Gruppen am Samstag koordinierte Angriffe mit Explosionen und anhaltenden Schusswechseln gestartet. Das Militär bestätigte andauernde Kämpfe, erklärte später jedoch, die Lage sei unter Kontrolle. Mehrere Terroristen seien „neutralisiert“ und ihre Ausrüstung zerstört worden – unabhängig überprüfbar waren diese Angaben zunächst nicht. Anwohner nahe des Militärstützpunkts Kati berichteten von heftigen Explosionen, Soldaten errichteten Straßensperren.

Größter koordinierter Angriff seit Jahren

Analysten zufolge handelt es sich um den größten koordinierten Dschihadistenangriff auf Mali seit Jahren. Die Tuareg-Rebellengruppe FLA erklärte, sie habe die Stadt Kidal im Norden eingenommen und erweitere ihre Präsenz im Zentrum von Gao. Für die Angriffe in anderen Städten bekannte sich zunächst keine Gruppierung. Die Armee äußerte sich nicht zu den Verantwortlichen – es werde gegen „unbekannte bewaffnete Terroristen“ gekämpft. Berichte deuten jedoch auf eine Beteiligung der JNIM-Dschihadisten und der FLA hin.

Internationale Reaktion und Sicherheitslage

Die US-Botschaft in Mali wies ihre Bürger an, Schutz zu suchen, und erwähnte Explosionen nahe des Flughafens und bei Kati. Das britische Außenministerium hat wegen der Angriffe von allen Reisen nach Mali abgeraten. Der Flughafen Bamako ist geschlossen, alle Flüge wurden gestrichen. Die Militärjunta warf den Angreifern Terrorismus vor, während JNIM und FLA Berichten zufolge koordiniert vorgingen. Die anhaltende Gewalt in Mali hat sich seit dem Abzug der UN-Friedenstruppe MINUSMA im Jahr 2023 verschärft.

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