Neuer Migrationspakt: Großbritannien stellt 766 Millionen Euro für Grenzsicherung bereit
Wichtige Fakten
- • 766 Millionen Euro für Abkommen bis 2029.
- • Frankreich erhöht Sicherheitskräfte auf 1.400.
- • Viertel der Summe an Auflagen geknüpft.
- • Mindestens 29 Tote 2025 bei Kanalüberquerungen.
- • Innenminister Mahmood unterzeichnete in Dünkirchen.
Höhere Finanzierung und neue Sicherheitsvorkehrungen
Großbritannien und Frankreich haben einen neuen Migrationspakt geschlossen, der die illegale Einreise über den Ärmelkanal eindämmen soll. Das Abkommen, das im Sommer 2026 in Kraft treten soll, hat ein Volumen von 766 Millionen Euro und läuft bis 2029. Unterzeichnet wurde es vom britischen Innenministerin Shabana Mahmood und ihrem französischen Kollegen Laurent Nuñez in Dünkirchen. Inhaltlich sieht es den verstärkten Einsatz von Polizisten in Schutzausrüstung vor, ergänzt durch Kameras, Drohnen und Helikopter. Die Zahl der Sicherheitskräfte an der französischen Küste wird demnach auf 1.400 erhöht – fast die Hälfte mehr als zuvor.
Bedingungen für Zahlungen und Kritik
Ein Viertel der vereinbarten Summe – fast 191 Millionen Euro – ist an klare Bedingungen geknüpft: Es wird nur ausgezahlt, wenn die französischen Maßnahmen greifen und die Zahl der Überfahrten tatsächlich zurückgeht. Damit reagiert London auf frühere Vorwürfe, Paris tue zu wenig. Premier Keir Starmer sprach von einer „historischen Vereinbarung“. Die konservative Opposition und Flüchtlingsorganisationen zeigen sich dagegen skeptisch.
Ausgangslage und Tragödie
Der neue Vertrag ersetzt ein Abkommen von 2023. 2025 kamen mehr als 41.000 Migranten auf dem Seeweg nach Großbritannien; mindestens 29 Menschen kamen ums Leben. Großbritannien hofft nun auf eine sichtbare Reduzierung der gefährlichen Überfahrten.
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