Kriegsalltag in Kiew: Ein Café zwischen Raketen und Hoffnung
Wichtige Fakten
- • Zivilbevölkerung in Ukraine zunehmend durch russische Raketen bedroht.
- • Kiewer Ehepaar betreibt Café trotz Krieg und Luftangriffen.
- • Ukraine kaum geschützt gegen ballistische Raketen, Warnzeit fünf Minuten.
- • Viele Kiewer bereiten sich auf Winter mit Solarpaneelen vor.
- • Hoffnung auf US-Hilfe schwindet, setzen auf eigene Rüstung.
Ein Café als Bollwerk des Alltags
Im Zentrum von Kiew betreiben Natalia und ihr Mann Maksim ein kleines Café – eröffnet mitten im Krieg. Täglich backen sie Croissants und Gebäck, beginnen um vier Uhr morgens. Die ständigen russischen Luftangriffe machen die Nächte kurz, das Geld ist knapp. Dennoch halten sie durch, unterstützen ihre Töchter und Eltern. Viele Gebäude in ihrer Straße wurden bei Angriffen schwer beschädigt, viele Firmen zogen um. Das Café verzeichnet weniger Kunden, doch die Stammgäste schätzen den Zusammenhalt.
Leben mit der Bedrohung
Die Menschen in Kiew sind müde. Natalia verfolgt keine Nachrichten mehr, konzentriert sich auf Arbeit und Familie. Ihr Mann Maksim erklärt die Gefahr ballistischer Raketen: Warnzeit oft nur fünf Minuten. Gegen diese Raketen ist die Ukraine weitgehend wehrlos. Das Ehepaar hat keine Hoffnung mehr auf US-Hilfe, setzt stattdessen auf die eigene Rüstungsindustrie. Um den Winter zu überstehen, erwägen sie Solarmodule und notfalls den Umzug aufs Land.
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