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Inland 11.03.2026, 17:35

Kulturstaatsminister Weimer im Kreuzfeuer: Vorwurf der Lüge und Einmischung in Buchhandlungspreis

Weimer strich drei linke Buchhandlungen von der Preisträger-Liste nach Verfassungsschutz-Abfrage.

Wichtige Fakten

  • Weimer strich drei linke Buchhandlungen von der Preisträger-Liste nach Verfassungsschutz-Abfrage.
  • In Absage-Mails wurde fälschlich die Jury für die Nichtauswahl verantwortlich gemacht.
  • Buchhandlungen reichten Klage und prüfen Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Weimer.
  • Breiter Protest formiert sich, Preisträger spenden Preisgeld an Ausgeschlossene.

Zusammenfassung des Skandals

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer steht im Zentrum eines Skandals um den Deutschen Buchhandlungspreis, nachdem er drei linke Buchhandlungen aus Berlin, Göttingen und Bremen von der Preisträger-Liste strich, basierend auf verfassungsschutzrelevanten Informationen, die geheim gehalten werden. In den Absage-Mails an die Buchhandlungen wurde fälschlich behauptet, eine unabhängige Jury habe sie nicht ausgewählt, obwohl diese sie nominiert hatte. Weimers Verteidigung verweist auf eine standardisierte E-Mail und Geheimschutzgründe, doch der Vorwurf der Lüge bleibt bestehen, und die Buchhandlungen haben Klage eingereicht sowie eine Dienstaufsichtsbeschwerde geprüft.

Reaktionen und Folgen

Der Protest gegen Weimers Vorgehen wächst, mit Kritik von Buchhändlern, Verbänden wie dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und dem Internationalen Verlegerverband, die eine Überprüfung fordern. Viele Preisträger zeigen Solidarität, indem sie Teile ihres Preisgeldes an die ausgeschlossenen Buchhandlungen spenden, und alternative Veranstaltungen zur abgesagten Verleihung werden organisiert. Weimers Amtsführung wird zunehmend infrage gestellt, mit Rücktrittsforderungen von Oppositionspolitikern, während die Bundesregierung ihn weiter unterstützt.

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