Labour-Niederlage bei Nachwahl löst interne Debatte über Andy Burnham aus
Wichtige Fakten
- • Die Grünen gewannen die Nachwahl im traditionellen Labour-Wahlkreis Gorton und Denton.
- • Labour fiel auf den dritten Platz hinter Reform UK.
- • Die Labour-Führung blockierte Andy Burnhams Kandidatur mit 8:1 Stimmen.
- • Lucy Powell sieht Burnham als potenziellen Sieger bei eigener Kandidatur.
- • Die Niederlage wird als Weckruf für die Partei gewertet.
Nachwahl-Ergebnis schockiert Labour
Bei der Nachwahl im traditionellen Labour-Wahlkreis Gorton und Denton in Greater Manchester erlitt die Partei eine schwere Niederlage. Die Grünen gewannen mit ihrer Kandidatin Hannah Spencer den Sitz und bauten ihre Präsenz im Unterhaus auf fünf Abgeordnete aus. Labour fiel überraschend auf den dritten Platz hinter Reform UK, obwohl der Wahlkreis seit fast einem Jahrhundert rot wählte.
Interne Kritik an Burnham-Blockade
Die Niederlage löste sofortige Diskussionen über die Entscheidung des Labour-Nationalvorstands (NEC) aus, Bürgermeister Andy Burnham von einer Kandidatur auszuschließen. Nur Lucy Powell, stellvertretende Parteivorsitzende, stimmte für Burnham, während acht Mitglieder – darunter Parteichef Keir Starmer – dagegen votierten. Der Vorstand begründete dies mit den Kosten einer notwendigen Nachwahl für das Bürgermeisteramt.
Powell fordert strategische Neuausrichtung
Lucy Powell äußerte in einem BBC-Podcast, Burnham hätte den Sitz „wahrscheinlich“ halten können und betonte seine Popularität in der Region. Sie forderte, von Burnhams Fähigkeit zu lernen, Labour-Werte zu vermitteln, und ihn besser national einzubinden. Starmer zeigte sich laut Powell ebenfalls fokussiert darauf, aus der Niederlage zu lernen, während Angela Rayner das Ergebnis als „Weckruf“ bezeichnete.
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