Bill Clinton bestreitet Wissen über Epsteins Verbrechen vor Kongressausschuss
Wichtige Fakten
- • Bill Clinton sagte vor einem Kongressausschuss aus, er habe von Jeffrey Epsteins Verbrechen nichts gewusst.
- • Er betonte, die Verbindung zu Epstein etwa 2005 beendet zu haben, bevor dieser 2008 verurteilt wurde.
- • Clinton wies Vorwürfe zurück, in einem Whirlpool-Foto mit Epstein und einer Frau sexuellen Kontakt gehabt zu haben.
- • Die Anhörung fand hinter verschlossenen Türen statt, obwohl die Clintons öffentliche Sitzungen bevorzugt hätten.
- • Demokraten fordern nach Clintons Aussage, auch Donald Trump vor dem Ausschuss zu befragen.
Clintons Aussage vor dem Überwachungsausschuss
Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton sagte am Freitag in einer sechsstündigen, nicht-öffentlichen Anhörung vor dem Überwachungsausschuss des Repräsentantenhauses aus. Er betonte, er habe „nichts gesehen“ und „nichts falsch gemacht“ in Bezug auf seine Verbindungen zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Clinton erklärte, er habe von Epsteins Verbrechen keine Ahnung gehabt und die Beziehung etwa 2005 beendet, bevor Epstein 2008 wegen Anstiftung Minderjähriger schuldig gesprochen wurde. Er wies Vorwürfe zurück, in einem Whirlpool-Foto mit Epstein und einer unidentifizierten Frau sexuellen Kontakt gehabt zu haben.
Politische Reaktionen und Forderungen
Die Anhörung löste politische Debatten aus. Der republikanische Ausschussvorsitzende James Comer nannte die Aussage „sehr produktiv“, während Hillary Clinton am Vortag die Vernehmung als „parteipolitisches Theater“ bezeichnet hatte. Demokraten wie Robert Garcia betonten, Clintons Aussagen enthielten „zusätzliche Informationen“ über Diskussionen mit Donald Trump, die eine Befragung Trumps rechtfertigten. Beide Clintons hatten sich zunächst geweigert auszusagen, gaben aber nach, als Republikaner mit Missachtungsverfahren drohten.
Historischer Kontext und Auswirkungen
Clintons Erscheinen markiert das erste Mal seit Gerald Ford 1983, dass ein ehemaliger Präsident vor dem Kongress aussagte. Demokraten werten dies als neuen Präzedenzfall für die Befragung von Präsidenten und ihren Familien. Clinton forderte in seiner Aussage, alle Akten zu Epstein freizugeben, um Gerechtigkeit für die Überlebenden zu gewährleisten. Die Aussagen unterstreichen die anhaltenden Ermittlungen zu Epsteins Netzwerk, das auch Verbindungen zu anderen hochrangigen Persönlichkeiten wie Prinz Andrew aufweist.
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