Lawrow verschärft Rhetorik im Konflikt mit Deutschland
Wichtige Fakten
- • Lawrow nennt deutsche Haltung einen Kriegsbeginn.
- • Deutschland macht Russland für Drohnenvorfall haftbar.
- • Moskau schließt Goethe-Institute als Reaktion.
- • Bundesregierung verhängt weitere Sanktionen gegen Russland.
- • Hybride Angriffe seien laut Dobrindt tägliche Realität.
Kriegsrhetorik von Lawrow
Im Streit um den versuchten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle hat der russische Außenminister Sergej Lawrow seine Wortwahl drastisch verschärft. Im russischen Staatsfernsehen erklärte er, niemand habe nachgewiesen, dass die gefundene Drohne russisch sei: "Genau genommen ist das der Beginn eines echten Krieges." Er verglich zusätzlich deutsche Sanktionen – namentlich die Schließung des russischen Generalkonsulats und des Russischen Hauses – mit Entwicklungen kurz vor dem Zweiten Weltkrieg.
Deutsche Vorwürfe werden klar zurückgewiesen
Die deutsche Bundesregierung hatte Russland am 1. September offiziell für den Vorfall am 4. August verantwortlich gemacht, bei dem eine explosive Drohne neben einem ukrainischen Frachtflieger gefunden wurde. Bundeskanzler Friedrich Merz betonte, die Beweislage sei nicht nur klar und unbestreitbar, sondern auch gerichtsfest. Moskau wies die Anschuldigungen sofort als unbegründet zurück und beantwortete die deutschen Sanktionen mit der Schließung der drei Goethe-Institute in Russland.
Eskalierende Maßnahmen auf beiden Seiten
Das Vorgehen kommt in eine ohnehin angespannte Phase der deutsch-russischen Beziehungen, die seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine geprägt sind von hybrider Kriegsführung auf russischer Seite.
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