US-Unterhändler reisen zu Ukraine-Friedensgesprächen nach Kiew
Wichtige Fakten
- • USA schicken Gesandte erstmals nach Kiew.
- • Selenskyj verlangt Feuerpause für Gespräche.
- • SBU-Hauptquartier von Drohne getroffen.
- • Mindestens fünf Verletzte nach Angriff.
- • Witkoff und Kushner waren noch nie in Kiew.
US-Vermittlungsinitiative nimmt Fahrt auf
Nach einer längeren Pause kehren die USA auf die diplomatische Bühne zurück, um eine Beendigung des Ukrainekriegs zu erreichen. Präsident Trump hat seine Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner entsandt, um einen konkreten Vorschlag zu präsentieren, über dessen Inhalt er jedoch Stillschweigen bewahrte. Demnach sollen die Gesandten zunächst Moskau besuchen und am Sonntag erstmals nach Kiew reisen, wo sie vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erwartet werden.
Hit auf Geheimdienst als Provokation?
Wenige Tage vor der Abreise erschütterte eine russische Drohnenattacke das Hauptquartier des ukrainischen Geheimdienstes SBU in Kiew. Selenskyj verurteilte den Angriff, der offenbar gezielt gegen das Büro des Geheimdienstchefs gerichtet war, als absichtliche Provokation. Er kündigte eine angemessene Vergeltung an, während mindestens fünf Verletzte gemeldet wurden. Bürgermeister Vitali Klitschko appellierte an die internationale Gemeinschaft, auf die Gefahr vom Es stationären Konflikten hinzuweisen.
Sicherheitsbedenken begleiten geplante Gespräche
Die Anreise der US-Vermittler wirft Sicherheitsfragen auf, weshalb Selenskyj einen Stopp der ukrainischen Luftangriffe auf Russland vorschlug, sofern Moskau sich ebenfalls zurückhält. Eine Reaktion aus dem Kreml steht noch aus. Die Nachrichtenagentur Reuters berichten von sich ständig ändernden Reiseplänen und einem noch unsicheren Kiew-Aufenthalt. Sollten die direkten Gespräche tatsächlich stattfinden, wäre es das erste Mal, dass die US-Gesandten im Rahmen dieser Vermittlungsbemühungen in der ukrainischen Hauptstadt weilen.
...<3>Synthese und Ausblick der TagesschauDie Ankündigung von konkreten Terminen in der ukrainischen Hauptstadt, noch dazu nahe am Tag der Unabhängigkeit, wird von vielen Beobachtern als starker erneuter diplomatischer Vorstoß der USA bewertet, den festgefahrenen Konflikt angesichts einer mehrjährigen Pattsituation wiederzubeleben. Ein russisches Einlenken bleibt zwar abzuwarten, könnte aber der Beginn einer Deeskalation sein, sollte Moskau dies als Zeichen werten. Da Details des US-Vorschlags unbekannt sind, bleibt die künftige Entwicklung unsicher, doch zumindest wächst der Druck auf Russland, ein Signal zu senden.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.