Le Pen trotz Verurteilung auf dem Weg zur Präsidentschaftswahl
Wichtige Fakten
- • Gericht verkürzte Amtsausschluss von Le Pen auf elektronische Fußfessel.
- • Sie hat Berufung bei höchstem Gericht eingelegt, Urteil ruht.
- • Le Pen an Diebstahl von über 2,8 Mio. Euro EU-Geldern beteiligt.
- • Umfragen zeigen hohe Popularität vor Wahl im April/Mai 2027.
- • Ihre Partei RN gewann zuletzt viele Rathäuser, u.a. Montargis.
Le Pens Comeback trotz Verurteilung
Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen hat nach einer teilweisen Aufhebung ihrer Amtssperre erneut ihre Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2027 angekündigt. Ein Berufungsgericht in Paris wandelte die bisherige Sperre bis 2030 in eine einjährige elektronische Fußfessel um. Le Pen hat gegen das Straferkenntnis wegen Veruntreuung von EU-Geldern in Höhe von über 2,8 Millionen Euro erneut Berufung eingelegt. Das Strafmaß ruht damit bis zu einer Entscheidung des höchsten französischen Gerichts. In Montargis, einer Stadt, die von Le Pens Partei National Rally (RN) regiert wird, sehen viele Bürger die Verurteilung als ungerecht an. Sie begrüßen Le Pens erneute Bewerbung, obwohl einige die juristische Belastung als Hindernis betrachten. Jordan Bardella, der selbst auf eine Kandidatur verzichtete, unterstützt sie stattdessen.
Hintergrund und regionale Perspektive
Le Pens Partei hatte bei den Kommunalwahlen im Frühjahr 2026 stark zugelegt. In Städten wie Montargis zeigen Wähler Verständnis für ihre populistischen Positionen zur Einwanderung und inneren Sicherheit. Kritiker warnen vor der wachsenden Spaltung der Gesellschaft. Viele befürchten, dass die erneute Kandidatur die bereits vorhandenen Konflikte in Frankreich verstärken könnte, während rechtsextreme Kreise Zulauf erhalten.
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