Alle Artikel zu diesem Thema auf einen Blick.
Laut offiziellen Ergebnissen gewann Präsident Yoweri Museveni die Wahl mit 72% und tritt damit seine siebte Amtszeit an; Herausforderer Bobi Wine erhielt 25%.
Afrikanische Wahlbeobachter und Menschenrechtsgruppen kritisierten das Umfeld der Abstimmung wegen Einschüchterung, Festnahmen/Entführungen und einer Einschränkung der Opposition.
Die Regierung schaltete das Internet zwei Tage vor der Wahl ab und kündigte an, Social-Media-Plattformen bis auf Weiteres gesperrt zu lassen; als Grund nannte sie den Kampf gegen „Desinformation“ und „Anstachelung zur Gewalt“.
Der Aufenthaltsort von Oppositionsführer Bobi Wine blieb nach eigenen Angaben unklar; Polizei bestritt eine Razzia, Journalisten wurden jedoch vom Zugang zu seinem Wohnsitz abgehalten.
Aus Butambala in Zentraluganda wurden schwere Gewaltvorwürfe gemeldet: Ein Oppositionsabgeordneter sprach von mindestens zehn Toten durch Sicherheitskräfte, während Museveni von einem vereitelten Angriff auf ein Auszählzentrum und eine Polizeistation sprach.
"Die Vorwürfe von Repression und die anhaltenden Kommunikationsbeschränkungen könnten die politische Polarisierung verschärfen und den Druck auf Regierung und Sicherheitskräfte erhöhen."
"Mit der erwarteten Veröffentlichung der Endergebnisse (Samstagfrüh GMT) dürfte sich der Fokus auf Vorwürfe von Wahlbetrug, die Sicherheitslage sowie mögliche Proteste und deren Umgang durch die Behörden verlagern. Die widersprüchlichen Darstellungen zu den Todesfällen in Butambala könnten weitere Untersuchungen und internationale Kritik auslösen."