Letzte Patientin mit „Eiserner Lunge“ gestorben
Wichtige Fakten
- • Martha Lillard war die letzte bekannte Polio-Überlebende mit „Eiserner Lunge“.
- • Sie starb Ende Juni im Alter von 78 Jahren in Oklahoma.
- • Lillard infizierte sich 1953 mit Polio, zwei Jahre vor dem Impfstoff.
- • Die „Eiserne Lunge“ half ihr über 70 Jahre beim Atmen.
Todesfall von Martha Lillard
Mit der US-Amerikanerin Martha Lillard ist die letzte bekannte Polio-Überlebende gestorben, die zum Atmen auf eine „Eiserne Lunge“ angewiesen war. Die an Kinderlähmung erkrankte Frau starb nach Berichten mehrerer US-Medien Ende Juni im Alter von 78 Jahren in Oklahoma. Ihr Tod markiert wahrscheinlich das Ende einer Medizintechnik, die in den Jahren vor der Einführung der Polio-Impfung zum Symbol der Krankheit geworden war.
Lebensgeschichte der Patienten
Lillard hatte sich 1953 im Alter von fünf Jahren mit Polio infiziert – zwei Jahre bevor in den USA der erste Impfstoff gegen die Krankheit eingeführt wurde. Die Infektion lähmte große Teile ihres Körpers und schädigte ihre Atemmuskulatur dauerhaft. Sie malte, schrieb Gedichte und komponierte Musik am Klavier und heiratete noch im Februar 2026. Während andere Polio-Überlebende auf moderne Beatmungsgeräte umsteigen konnten, musste Lillard die Eiserne Lunge weiter nutzen, da Alternativen ihr nicht die nötige Unterstützung boten.
Medizintechnik „Eiserne Lunge“
Das Gerät ist ein großer Metallzylinder, der Patienten mit Hilfe von Druckveränderungen beim Atmen unterstützt. Ersatzteile aus den 1940er Jahren waren kaum noch zu beschaffen. Zuletzt war Lillard rund um die Uhr auf das Gerät angewiesen.
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