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International 31.05.2026, 02:37 Aktualisiert: 31.05.2026, 06:01

Libanesischer Premier wirft Israel „Politik der verbrannten Erde“ vor

Israel hat eine Offensive im Libanon gestartet.

Wichtige Fakten

  • Israel hat eine Offensive im Libanon gestartet.
  • Nawaf Salam wirft Israel kollektive Bestrafung vor.
  • Ein Soldat der IDF wurde getötet.
  • Sicherheitstalks zwischen Israel und Libanon laufen.
  • Hisbollah attackiert Israel, Dörfer sind Ziel.

Eskalation im Süden Libanons

Der libanesische Premierminister Nawaf Salam hat Israel vorgeworfen, im Süden seines Landes eine Politik der verbrannten Erde zu verfolgen. In einer Fernsehansprache erklärte Salam, Israel zerstöre systematisch Dörfer und Städte und zwinge die Bevölkerung ins Exil. Dies bringe weder Sicherheit noch Stabilität für Israel, so Salam weiter. Israel hatte zuvor neue Luftangriffe geflogen und für mehrere Orte Evakuierungswarnungen herausgegeben. Das israelische Militär begann zudem erweiterte Bodenoperationen und überquerte dabei den Litani-Fluss, was eine deutliche Eskalation bedeutet.

Zögerliche Diplomatie

Trotz der Kampfhandlungen fanden am Freitag in Washington unter US-Vermittlung Gespräche zwischen Militärdelegationen Israels und des Libanon statt. Salam verteidigte Verhandlungen als den gangbareren Weg. Das am 17. April offiziell in Kraft getretene Waffenstillstandsabkommen wurde faktisch nie eingehalten. Beide Seiten bezichtigen sich gegenseitig schwerer Verstöße. Die Nächste politische Gesprächsrunde ist für die kommende Woche anberaumt. Indessen berichtete die libanesische Armee von zwei durch einen israelischen Drohnenangriff schwer verwundeten Soldaten.

Gefechte beiderseits der Grenze

Hisbollah erklärte, mehrere israelische Städte angegriffen und sich Gefechte mit der IDF im Libanon geliefert zu haben. Israelische Medien berichteten von der ersten Frühwarnung im Norden des Landes seit vor der einbrechenden Waffenruhe. Der vom israelischen Premier Netanjahu in Aussicht gestellte Vorstoß der Truppen sorge tatsächlich für eine veränderte Sicherheitslage. Diplomatische Lösungen scheinen unterdessen in weiter Ferne zu liegen, während Tausende Menschen auf beiden Seiten unter den Unwettern der neuen Eskalation leiden, obwohl die Zahl der Toten libanesischer Seite allein oberhalb von 3371 liegt.

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