Lockerbie-Prozess: Dritte Verschiebung wegen neuer Beweise
Wichtige Fakten
- • Prozessauftakt in Washington erneut verschoben.
- • Neue Beweise am 21. August aufgetaucht.
- • Neuer Prozesstermin: Januar 2026.
- • Angeklagter Al-Marimi bestreitet Vorwürfe.
- • Bombe tötete 1988 insgesamt 270 Menschen.
Worum geht es
Der Prozess gegen den Libyer Abu Agila Mohammad Kheir Al-Marimi, der beschuldigt wird, die Bombe gebaut zu haben, die 1988 den Pan-Am-Flug 103 zum Absturz brachte, wurde zum dritten Mal verschoben. Der Auftakt war für Mittwoch in Washington geplant, doch neue Beweise, die am Freitag, den 21. August, aufgetaucht sind, machten eine Verschiebung notwendig. Die Verteidigung erklärte, die Beweise seien zuvor weder ihr noch der US-Anklage bekannt gewesen.
Bedeutung für die Angehörigen
Für die Angehörigen der 270 Opfer bedeutet die erneute Verschiebung eine weitere Phase der Ungewissheit. Kara Weipz, Präsidentin der Opfergruppe Victims of Pan Am Flight 103, zeigte sich erschüttert. Dr. Jim Swire, dessen Tochter Flora bei dem Anschlag starb, zeigte Verständnis: Wenn die Verzögerung zu einer sorgfältigeren Beweisaufnahme führe, sei sie zu begrüßen. Er hoffe auf die vollständige Wahrheit.
Hintergrund des Falls
Der Absturz von Lockerbie bleibt der schwerste Terroranschlag in der britischen Geschichte. Al-Marimi wurde 2022 festgenommen und soll 2012 in libyscher Haft ein Geständnis abgelegt haben, das er als erzwungen bezeichnet. Bereits Abdelbaset al-Megrahi war für den Anschlag verurteilt worden, starb jedoch 2012. Der Prozess soll nun im Januar 2026 beginnen, ein Urteil wird möglicherweise erst im Frühjahr erwartet.
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