Bundesanwaltschaft ermittelt gegen mutmaßlichen Anstifter von Com-Netzwerken
Wichtige Fakten
- • Bundesanwaltschaft ermittelt gegen 19-Jährigen aus Trier.
- • Vorwürfe: Mitgliedschaft in terroristischer und krimineller Vereinigung.
- • Er soll zu Brandstiftungen in Texas angestiftet haben.
- • Verbindungen zu Messerattacke in Russland werden geprüft.
- • Ermittler sehen nihilistisch-gewalttätigen Extremismus.
Ermittlungen gegen mutmaßlichen Drahtzieher
Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen einen 19-Jährigen aus dem Umland von Trier übernommen. Er soll in sogenannten Com-Netzwerken Jugendliche zu Straftaten angestiftet haben, darunter Brandstiftungen in Texas. Die Behörde wirft ihm Mitgliedschaft in einer terroristischen und einer kriminellen Vereinigung vor.
Verbindungen zu Gewalttaten im Ausland
Die Ermittler sehen Verbindungen zu einem Messerangriff in Russland, bei dem ein 15-Jähriger einen Mitschüler tötete. Zudem soll er eine junge Frau zur Selbstverletzung gebracht haben, die seinen Nutzernamen in die Haut ritzte. Die Chats, die dem SWR vorliegen, zeigen neonazistisches und gewaltverherrlichendes Gedankengut.
Experten warnen vor wachsendem Phänomen
Experten wie Felix Neumann von der Konrad-Adenauer-Stiftung sehen in Com-Netzwerken eine neue Form des Extremismus, bei der Gewalt Selbstzweck ist. Die Gruppen nutzen Vertrauensverhältnisse aus und agieren häufig über Plattformen wie Telegram oder Discord. Europol warnt vor der wachsenden Gefahr des nihilistischen gewalttätigen Extremismus.
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