Macron stellt in Nairobi neue Afrika-Strategie vor
Wichtige Fakten
- • Gipfel 'Africa Forward' in Nairobi mit rund 30 afrikanischen Staatschefs.
- • Macron will Einfluss Chinas und Russlands in Afrika zurückdrängen.
- • Frankreich verlagert Schwerpunkt von West- nach Ostafrika.
- • Kenia hofft auf Investitionen und internationale Anerkennung.
- • Macron unterbricht Redner wegen Unruhe im Publikum.
Neue Afrika-Strategie auf Gipfel 'Africa Forward'
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat in Nairobi gemeinsam mit Kenias Präsident William Ruto den Gipfel 'Africa Forward' eröffnet. Rund 30 afrikanische Staats- und Regierungschefs sowie 5.000 Delegierte diskutieren über Investitionen in Wirtschaft, Sicherheit, Gesundheit und Klimaschutz. Erstmals findet der Gipfel in einem englischsprachigen Land statt, um Frankreichs Einfluss in Ostafrika zu stärken.
Ziel: Einfluss Chinas und Russlands zurückdrängen
Macron will Frankreichs Präsenz in Regionen wie Kenia, Nigeria und Südafrika ausbauen, nachdem Frankreich in der Sahelzone Prestige verloren hat. China ist größter Wirtschaftspartner vieler afrikanischer Länder, Russland unterstützt Militärjuntas. Ein Vorteil Frankreichs: In diesen Ländern gibt es keine koloniale Last. Kenias Präsident Ruto erhofft sich mehr internationale Anerkennung vor den Wahlen 2027.
Zwischenfall während Gipfel
Während des Gipfels unterbrach Macron einen Redner, um das Publikum zur Ruhe zu ermahnen. Er verwies Teilnehmer mit Nebengesprächen in die Außenbereiche oder in bilaterale Räume. Der Vorfall unterstreicht die Anspannung bei dem Treffen. Deutsche Unternehmen werden von afrikanischen Wirtschaftsexperten weiterhin für ihre mangelnde Sichtbarkeit kritisiert.
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