Mäuseplage bedroht Getreidebauern in West- und Südaustralien
Wichtige Fakten
- • In Westaustralien bis zu 4.000 Mauselöcher pro Hektar gemeldet
- • Weibliche Mäuse können ab sechs Wochen alle 19-21 Tage bis zu 10 Junge gebären
- • Die Plage von 2020-21 verursachte Schäden von etwa 1 Milliarde Dollar
- • Bauern fordern Zugang zu stärkeren Ködern wie Zinkphosphid
- • Plagen treten in Australien alle vier bis fünf Jahre auf
Ausmaß der Plage
In Westaustralien und Teilen Südaustraliens haben Mäusezahlen Plageniveau erreicht, mit Berichten von bis zu 4.000 Mauselöchern pro Hektar in besonders betroffenen Gebieten wie Geraldton. Laut CSIRO-Forscher Steve Henry gelten bereits über 800 Mäuse pro Hektar als Plage, was erhebliche Sorgen bei Getreidebauern auslöst.
Wirtschaftliche und psychologische Folgen
Die Mäuseplage verursacht nicht nur wirtschaftliche Schäden – die letzte große Plage 2020-21 kostete schätzungsweise 1 Milliarde Dollar –, sondern hat auch tiefgreifende psychologische Auswirkungen auf Landwirte, da die Tiere in Häuser eindringen und keine Fluchtmöglichkeit bieten.
Maßnahmen und Herausforderungen
Die CSIRO empfiehlt Bauern, Mäuseaktivität zu überwachen und Köder während der Aussaat auszulegen. Landwirte fordern jedoch Zugang zu wirksameren Ködern wie höher dosiertem Zinkphosphid, da aktuelle Mittel unzureichend sind. Zeitlich ist die Situation kritisch, da die Aussaat bereits läuft und dies der beste Zeitpunkt für Köder ist.
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