Mainzer Mikrosonde revolutioniert Vulkanforschung und Vorhersagen
Wichtige Fakten
- • Die Universität Mainz setzt eine 1,6 Millionen Euro teure Elektronenstrahl-Mikrosonde ein.
- • Die Sonde analysiert Wachstumsringe in Vulkankristallen, ähnlich wie Baumringe.
- • Forscher untersuchen den Santorini-Vulkan, um Ausbrüche besser modellieren zu können.
- • Die Technologie hilft auch bei der Suche nach seltenen Erden im Erdmantel.
Neue Technologie für Vulkanforschung
Eine neue Elektronenstrahl-Mikrosonde an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz soll Vulkanausbrüche besser vorhersagen helfen. Das 1,6 Millionen Euro teure Gerät analysiert winzige Kristalle aus Magmakammern, deren Wachstumsringe – ähnlich wie Baumringe – Aufschluss über vergangene Eruptionen geben. Dies ermöglicht genauere Modelle des Vulkanverhaltens.
Anwendung auf Santorini und darüber hinaus
Forscher um Stefan Buhre nutzen die Mikrosonde aktuell, um den Vulkan auf der griechischen Insel Santorini zu untersuchen, wo 2025 Erdbeben Evakuierungen auslösten. Die Technologie zeigt chemische Elemente in Gesteinsproben mit hoher Auflösung und hilft, die Dynamik des Vulkans zu verstehen. Zusätzlich wird sie zur Erforschung seltener Erden eingesetzt, um deren Entstehungsbedingungen im Erdmantel zu simulieren und gezielte Suchgebiete zu identifizieren.
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