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Inland 04.08.2026, 02:59 Aktualisiert: 04.08.2026, 06:01

Bundesregierung bereitet neuen Zivildienst vor

Bundesregierung befragte 23 Verbände für Zivildienst

Wichtige Fakten

  • Bundesregierung befragte 23 Verbände für Zivildienst
  • 22 Verbände wären bereit für Wehrersatzdienst
  • Neuer Wehrdienst: Musterung für Männer ab Jahrgang 2008
  • Bedarfswehrpflicht möglich bei verfehlten Zielkorridoren
  • Wehrpflicht 2011 ausgesetzt, durch Freiwilligendienst ersetzt

Die Bundesregierung ergreift Maßnahmen, um im Falle einer möglichen Wiedereinführung der Wehrpflicht auch einen neuen Zivildienst anbieten zu können. Wie das Bundesfamilienministerium bestätigt, wurden in den vergangenen Monaten 23 große Verbände und Organisationen dazu befragt, welche Kapazitäten sie für Wehrdienstverweigerer bereitstellen könnten.

Laut eines Ministeriumssprechers gaben 22 der 23 angefragten Verbände an, grundsätzlich bereit zu sein, im Reaktivierungsfall Wehrersatzdienstleistenden vielfältige Einsatzmöglichkeiten anzubieten. Diese Vorbereitungen dienen dazu, auf eine mögliche Rückkehr zur allgemeinen Wehrpflicht vorbereitet zu sein.

Die Wehrpflicht war im Juli 2011 ausgesetzt worden und durch den Bundesfreiwilligendienst ersetzt worden. Seit Anfang dieses Jahres gilt jedoch ein neuer Wehrdienst, der eine verpflichtende Musterung für junge Männer ab dem Jahrgang 2008 vorsieht. Damit sollen Freiwillige rekrutiert werden, um die Bundeswehr angesichts der Bedrohung durch Russland und geänderter NATO-Ziele zu stärken. Sollten die Zielkorridore nicht erreicht werden, kann der Bundestag über die Einführung einer Bedarfswehrpflicht entscheiden.

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