Medizinische Krise in Gaza: Mangel als Dauerzustand
Wichtige Fakten
- • Al-Shifa-Krankenhaus hat nur 15 % der Chemotherapie-Medikamente.
- • Akuter Mangel an Standarduntersuchungen wie großem Blutbild.
- • Dual-Use-Regelung verzögert medizinische Hilfsgüter an Grenzen.
- • Kleine Tube Hautcreme kann ganze Hilfslieferung stoppen.
Gesundheitssystem in Gaza am Boden
Im Gazastreifen ist die medizinische Lage trotz Waffenruhe katastrophal. Die Al-Shifa-Klinik berichtet von dramatischen Engpässen: Statt Hochleistungsdiagnostik fehlt es bereits an Basisuntersuchungen. Große Blutbilder können nicht erstellt werden, Chemotherapie-Medikamente sind nur zu 15 Prozent vorhanden. Der Klinikdirektor Hassan Al-Shaer beklagt eine trügerische Normalität nach dem Ende der Kämpfe.
Hilfslieferungen scheitern an Bürokratie
Die Organisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) versucht unermüdlich, medizinische Güter einzuschleusen, doch israelische Dual-Use-Vorschriften führen zu chaotischen Blockaden. Bereits Hautcremes mit geringen Anteilen verbotener Substanzen können komplette Paletten zurückhalten. Für die Krankenhäuser bedeutet das keine Besserung: Der Mangel bleibt Dauerzustand.
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