Teilen:
Wirtschaft 24.04.2026, 02:53 Aktualisiert: 24.04.2026, 08:01

Meta entlässt 10 Prozent der Belegschaft: Konzern fokussiert sich auf KI-Investitionen

Rund 8.000 Meta-Mitarbeiter werden bis 20. Mai 2026 entlassen.

Wichtige Fakten

  • Rund 8.000 Meta-Mitarbeiter werden bis 20. Mai 2026 entlassen.
  • 6.000 freie Stellen bleiben unbesetzt.
  • Grund sind Milliardeninvestitionen in KI von bis zu 135 Mrd. Dollar.
  • Meta-Chef Zuckerberg: KI macht komplexe Projekte von Einzelpersonen ausführbar.
  • Amazon, Oracle und andere Tech-Firmen streichen ebenfalls massiv Stellen.

Hintergrund des Stellenabbaus

Meta, der Mutterkonzern von Facebook und Instagram, plant eine weitreichende Entlassungswelle: Rund zehn Prozent der Belegschaft sollen bis zum 20. Mai entlassen werden. Laut einer internen E-Mail von Personalchefin Janelle Gale sind fast 8.000 der weltweit rund 79.000 Mitarbeiter betroffen. Zudem bleiben 6.000 vakante Stellen unbesetzt. Begründet wird der Schritt mit dem Ziel, das Unternehmen effizienter zu führen und Investitionen auszugleichen.

KI als treibende Kraft

Meta investiert massiv in Künstliche Intelligenz. Für dieses Jahr rechnet der Konzern mit Investitionsausgaben zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar, was etwa den Ausgaben für KI der vorangegangenen drei Jahre zusammen entspricht. Meta-Chef Mark Zuckerberg hatte bereits im Januar 2026 angedeutet, dass KI zu Effizienzgewinnen führe: „Projekte, für die früher große Teams nötig waren, werden heute von einer einzigen sehr talentierten Person erledigt.“ Zuckerberg prognostiziert, dass 2026 das Jahr sein wird, in dem KI die Arbeitsweise dramatisch verändert.

Entwicklung der Belegschaft

Bereits in den Jahren 2022 und 2023 hatte der Konzern insgesamt rund 21.000 Stellen gestrichen. Seitdem stieg die Mitarbeiterzahl wieder um über 11.000, vor allem durch die Einstellung von KI-Spezialisten. Die nun bekanntgegebenen Entlassungen sind die größten seit 2023. Zuvor hatte Meta bereits rund 2.000 Mitarbeiter in zwei kleineren Entlassungswellen abgebaut. Die Ankündigung erfolgte trotz Bedenken: Mitarbeiter berichten von einem „dystopischen“ Gefühl angesichts der Überwachung von Arbeitsinteraktionen zur KI-Entwicklung.

Breiter Trend in der Tech-Branche

Meta steht nicht allein da: Amazon hat über 30.000 Stellen gestrichen, Oracle mehr als 10.000. Auch andere Unternehmen wie Block (früher Square) und Snap haben signifikante Kürzungen vorgenommen. Microsoft bietet Mitarbeitern mit längerer Betriebszugehörigkeit Abfindungen an. Fast alle Tech-Firmen begründen den Stellenabbau mit der wachsenden Leistungsfähigkeit und den steigenden Investitionen in KI-Technologie.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.