Meta zieht KI-Bildgenerator 'Muse Image' nach Protesten zurück
Wichtige Fakten
- • Meta schaltete 'Muse Image' nach nur zwei Tagen ab.
- • Das Tool war standardmäßig aktiviert und nutzte öffentliche Instagram-Inhalte.
- • SAG-AFTRA und Prominente kritisierten die automatische Opt-in-Regelung.
- • Meta räumte ein, mit der Funktion 'danebengelegen' zu haben.
- • Privacy International warf Datenausbeutung vor; SAG-AFTRA feierte Rückzug als Erfolg.
Meta schaltet KI-Bildgenerator abrupt ab
Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat seine erst vor zwei Tagen eingeführte KI-Funktion „Muse Image“ nach massiven Protesten wieder zurückgezogen. Das Tool ermöglichte es Nutzern, mithilfe öffentlicher Instagram-Konten ohne aktive Zustimmung KI-generierte Bilder zu erstellen. Dies weckte erhebliche Datenschutzbedenken, insbesondere da die Funktion standardmäßig aktiviert war.
Harte Kritik von Hollywood und Datenschützern
Die mächtige US-Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA feierte die Entscheidung als „Sieg“. Die Gewerkschaft hatte die automatische Zustimmung als fatalen Fehler verurteilt und ihre Mitglieder gedrängt, die Funktion zu deaktivieren. Prominente wie die Schauspielerin Hannah Einbinder kritisierten die Opt-in-Praxis öffentlich. Privacy International sprach von Datenausbeutung. Meta selbst gab zu, mit der Funktion „ihr Ziel verfehlt“ zu haben.
Weiterentwicklung angekündigt – aber leiser Ton
Meta erklärte, ursprünglich ein „nützliches kreatives Werkzeug“ anbieten zu wollen und habe nun die Bedenken verstanden. Die Technologie solle in den kommenden Wochen weiterentwickelt werden. Derweil sind weitere KI-Funktionen für WhatsApp, Facebook und Messenger geplant.
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