Metallverunreinigung bedroht Fischerei in Papua-Neuguinea
Wichtige Fakten
- • In Wasserproben aus New Ireland wurden giftige Metalle nachgewiesen.
- • Seit Dezember 2025 wurden tote Fische mit Schwellungen und Hautschäden gefunden.
- • Mindestens 1.250 Menschen in elf Dörfern sind von Verunreinigungen betroffen.
- • Fischerei wurde eingestellt, Nahrungsmittelknappheit und Krankheiten nehmen zu.
- • Behörden fordern weitere Untersuchungen zu Quelle langfristiger Schäden.
Metalle in Wasserproben
Die Regierung von Papua-Neuguinea hat die Bevölkerung gewarnt, vor der Küste der Provinz New Ireland zu fischen, nachdem erste Tests Metalle in Wasserproben nachgewiesen hatten. Fischereiminister Jelta Wong verkündete, dass ein unabhängiges Unternehmen giftige Mineralien in Proben aus den Dörfern Kafkaf und der Larairu-Lagune fand. Betroffen sind vor allem die Gemeinden Kafkaf und Mangai, wo seit Dezember 2025 ungewöhnliche Fischsterben auftreten.
Umweltkatastrophe betrifft Menschen
Mindestens 11 Dörfer und über 1250 Menschen sind von den Verunreinigungen betroffen oder leiden unter Krankheiten durch kontaminierte Nahrung. Riffische trieben tot mit geschwollenen Augen, Hautschäden oder verfärbtem Fleisch im flachen Wasser. Das Erscheinungsbild des Meeres, ein starker Schwefelgeruch und trübes Wasser alarmierten die Bevölkerung. Die Behörden untersuchen die Quelle der Verunreinigungen noch.
Späte Reaktion der Behörden
Umweltschützer John Aini und Gemeindeführerin Martha Piwas kritisieren die Langsamkeit der Regierung. Fischereiverbote führten zu Nahrungsmittelknappheit. Eine fünftägige Küstenbewertung durch Ailan Awareness zeigte über 3400 tote Meerestiere aus mindestens 15 Arten, was auf eine schwerwiegende ökologische Störung hindeutet.
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