Metropolitan Police: Fünf Beamte wegen Vertuschung von Al-Fayed-Vorwürfen untersucht
Wichtige Fakten
- • Ein aktiver und vier ehemalige Met-Beamte werden untersucht.
- • Die IOPC leitete die Untersuchung im Januar 2025 ein.
- • Mehr als 400 Frauen beschuldigten Al Fayed sexueller Übergriffe.
- • Al Fayed starb 2023, ohne jemals angeklagt worden zu sein.
- • Die Anschuldigungen reichen bis 1977 zurück.
Untersuchung gegen Polizeibeamte eingeleitet
Die unabhängige Polizeiaufsichtsbehörde IOPC untersucht einen aktiven Metropolitan Police Officer und vier ehemalige Beamte wegen möglichen Fehlverhaltens im Umgang mit Missbrauchsvorwürfen gegen den ehemaligen Harrods-Besitzer Mohamed Al Fayed. Die Untersuchung wurde im Januar 2025 eingeleitet und bezieht sich auf vier Beschwerden von Opfern, die Al Fayed sexueller Übergriffe beschuldigten.
Bisher unzureichende Aufklärung
Al Fayed starb 2023 im Alter von 94 Jahren, ohne jemals strafrechtlich belangt worden zu sein. Erst nach einer BBC-Dokumentation im September 2024 wurde bekannt, dass sich bereits vor seinem Tod 21 Frauen an die Polizei gewandt hatten. Mittlerweile haben mehr als 400 Frauen Anschuldigungen von Vergewaltigung, sexueller Nötigung und Menschenhandel geäußert, die bis ins Jahr 1977 zurückreichen.
Ermittlungen gegen Unterstützer
Die Metropolitan Police untersucht zudem Personen aus dem Umfeld Al Fayeds, die seine Taten ermöglicht oder begünstigt haben könnten. Im März 2025 wurden drei Frauen und ein Mann unter anderem wegen des Verdachts auf Menschenhandel und Beihilfe zur Vergewaltigung vernommen, jedoch nicht festgenommen. Die IOPC betonte, dass die Benachrichtigung der Beamten über die Untersuchung nicht zwangsläufig zu Disziplinarverfahren führen müsse.
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