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International 24.02.2026, 02:02 Aktualisiert: 24.02.2026, 18:05

Mexiko nach Tötung von Drogenboss 'El Mencho': Gewaltwelle ebbt ab, WM-Sicherheit bleibt fraglich

Mexikos Militär tötete Drogenboss Nemesio Oseguera Cervantes (El Mencho) am 23.02.2026.

Wichtige Fakten

  • Mexikos Militär tötete Drogenboss Nemesio Oseguera Cervantes (El Mencho) am 23.02.2026.
  • Das CJNG-Kartell reagierte mit Straßenblockaden, Schießereien und Plünderungen in Westmexiko.
  • Mindestens 25 Nationalgardisten und 34 Kriminelle starben bei den folgenden Kämpfen.
  • Präsidentin Sheinbaum versichert WM-Besuchern 'kein Risiko', doch Experten sind skeptisch.
  • Die USA unterstützten die Operation mit Geheimdienstinformationen und boten 15 Millionen Dollar Belohnung.

Operation und Eskalation

Das mexikanische Militär tötete am 23. Februar 2026 den mächtigen Drogenboss Nemesio Rubén Oseguera Cervantes, bekannt als 'El Mencho', Anführer des Jalisco Nueva Generación-Kartells (CJNG). Die Operation, die von US-amerikanischen Geheimdiensten unterstützt wurde, löste umgehend eine Welle der Gewalt aus. Bewaffnete Gruppen des Kartells blockierten fast 100 Hauptstraßen, zündeten Fahrzeuge an und griffen Sicherheitskräfte an, insbesondere in den Bundesstaaten Jalisco und Michoacán. Bei den Kämpfen starben mindestens 25 Nationalgardisten und 34 Kartellmitglieder.

Folgen für Bevölkerung und Tourismus

Die Ausschreitungen legten Teile Westmexikos lahm: Geschäfte schlossen, der öffentliche Verkehr wurde eingestellt, und Schulen blieben geschlossen. In Guadalajara, einem Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2026, kam es zu stundenlangen Schießereien. Touristen in Puerto Vallarta mussten sich in Sicherheit bringen, während Flüge gestrichen wurden. Bis Montag hatte die Gewalt weitgehend nachgelassen, aber in ländlichen Gebieten von Jalisco gab es weiterhin sporadische Vorfälle.

Sicherheitsbedenken vor der WM

Die Gewalt wirft Fragen zur Sicherheit während der anstehenden Fußball-WM auf. Präsidentin Claudia Sheinbaum betonte, es gebe 'kein Risiko' für WM-Besucher und die Regierung habe die Lage unter Kontrolle. Sicherheitsexperten wie David Saucedo und David Coronado äußerten jedoch Zweifel und befürchten, dass das Kartell die WM nutzen könnte, um Druck auf die Regierung auszuüben. Zudem könnte die Tötung El Menchos zu einem Machtvakuum führen, das die Fragmentierung des Kartells und damit weitere Gewalt auslöst.

Details der Operation und Reaktionen

Die Operation erfolgte überraschend, nur vier Monate vor Beginn der WM. El Mencho wurde in einem Waldgebiet bei Tapalpa aufgespürt, nachdem das Militär eine romantische Partnerin verfolgt hatte. Bei dem Feuerfight wurden sieben seiner Männer getötet und zwei Soldaten verwundet. Hugo César Macías Ureña, alias 'El Tuli', ein enger Verbündeter, der die Gewalt nach El Menchos Tod koordinierte, wurde ebenfalls getötet. Die USA feierten die Tötung als großen Erfolg im Kampf gegen Drogenhandel.

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