Mexikos Sicherheitskräfte töten Drogenboss El Mencho – Vergeltungsgewalt erschüttert Westmexiko
Wichtige Fakten
- • Mexikanische Spezialkräfte töteten Nemesio Oseguera Cervantes ("El Mencho") bei einer Operation nahe Tapalpa.
- • Die Jalisco New Generation Cartel (CJNG) reagierte mit Straßenblockaden, Fahrzeugbränden und Angriffen auf Sicherheitskräfte.
- • Bei den anschließenden Kämpfen starben mindestens 25 Nationalgardisten und 34 Kartellmitglieder.
- • Die USA unterstützten die Aktion mit Geheimdienstinformationen und hatten eine Belohnung von 15 Millionen Dollar ausgesetzt.
- • Die Gewalt legte Teile Westmexikos lahm, betraf auch Touristengebiete wie Puerto Vallarta und Guadalajara.
Operation gegen Kartellboss
Mexikanische Sicherheitskräfte haben den Anführer des mächtigen Jalisco New Generation Cartels (CJNG), Nemesio Rubén Oseguera Cervantes, alias "El Mencho", bei einer Militäroperation getötet. Die Aktion fand am Sonntag in einem Waldgebiet nahe der Stadt Tapalpa, etwa 130 Kilometer südwestlich von Guadalajara, statt. Bei dem Feuerwechsel starben sieben weitere Kartellmitglieder, zwei Soldaten wurden verletzt. Die USA unterstützten den Einsatz mit Geheimdienstinformationen und hatten zuvor eine Belohnung von 15 Millionen Dollar für Informationen zu El Mencho ausgesetzt.
Vergeltungsaktionen des Kartells
Unmittelbar nach der Tötung des Drogenbosses löste das CJNG eine Welle der Gewalt in mehreren Bundesstaaten Westmexikos aus. Kartellmitglieder blockierten fast 100 Hauptstraßen, zündeten Fahrzeuge an und griffen Sicherheitskräfte an. Besonders betroffen waren die Bundesstaaten Jalisco und Michoacán. Bei den Kämpfen kamen mindestens 25 Angehörige der Nationalgarde, 34 mutmaßliche Kartellmitglieder und ein unbeteiligter Passant ums Leben. Weitere 70 Personen wurden landesweit festgenommen.
Auswirkungen auf Bevölkerung und Tourismus
Die Gewalt legte Teile Westmexikos lahm. In Guadalajara, Mexikos zweitgrößter Stadt und einer der Austragungsorte der Fußball-WM 2026, kam es zu mehrstündigen Schusswechseln. Der Gouverneur von Jalisco rief die acht Millionen Einwohner des Bundesstaates auf, zu Hause zu bleiben, und stellte den öffentlichen Nahverkehr ein. Auch im Touristengebiet Puerto Vallarta wurden Fahrzeuge in Brand gesetzt, Flüge gestrichen und Reisende aufgefordert, in ihren Unterkünften zu bleiben. Die Regierung gab am Montag Entwarnung und meldete, alle Straßenblockaden seien geräumt.
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