Millionen nehmen Abschied von Irans oberstem Führer Khamenei
Wichtige Fakten
- • Millionen Trauernde säumten die Trauerprozession durch Teheran.
- • Khamenei und vier Familienmitglieder kamen durch israelisch-amerikanische Luftangriffe ums Leben.
- • Viele Iraner blieben der Veranstaltung aus Protest gegen Inflation und Repression fern.
- • Mojtaba Khamenei, 56, soll dritter oberster Führer werden, wurde aber nicht öffentlich gezeigt.
Trauerfeier mit politischer Botschaft
In Teheran haben Millionen Menschen am Montag an der Trauerprozession für den getöteten obersten Führer Ali Khamenei und vier seiner Familienmitglieder teilgenommen. Die Prozession war die bedeutendste einer Woche voller Trauerfeiern, die von den Behörden sorgfältig choreografiert wurden und Botschaften des Widerstands und der Rache transportierten. Rote Flaggen und Schlachtrufe wie „Tod Amerika“ und „Tod Israel“ prägten das Bild.
Harte Zeiten für die Bevölkerung
Viele Iraner blieben der Veranstaltung fern. Die doppelte Belastung durch Kriege innerhalb eines Jahres und eine Inflation von rund 80% hat die Unzufriedenheit verstärkt. Kritiker machen Khamenei, der auch Oberbefehlshaber war, für das harte Vorgehen gegen Proteste verantwortlich, bei dem zehntausende Menschen getötet wurden. Die Regierung weist Darstellungen des US-Präsidenten Trump als „falsche Tränen“ zurück.
Ungewisse Zukunft
Die Beisetzung soll am Donnerstag in Maschhad, der Geburtsstadt des Ayatollahs, stattfinden. Irans neuer oberster Führer wird voraussichtlich Mojtaba Khamenei, der 56-jährige Sohn des Verstorbenen. Er wurde jedoch nicht öffentlich gezeigt, nachdem er bei den Luftangriffen, die seinen Vater töteten, schwer verletzt wurde. Die Regierung steht vor der Aufgabe, angesichts einer desaströsen Wirtschaftslage Verhandlungen zu führen, um benötigte Sanktionserleichterungen und Vermögensfreigaben zu erreichen.
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