Mitarbeiter von Asylunterkunfts-Betreiber nach Adressveröffentlichung angeklagt
Wichtige Fakten
- • James Jobson, 62, aus Costessey, erscheint vor Gericht.
- • Ihm wird Amtsmissbrauch wegen Adressweitergabe vorgeworfen.
- • Adressen betrafen fünf Straßen in Thetford, Norfolk.
- • Serco kooperiert mit der Polizei im laufenden Verfahren.
- • Jobson bleibt in Untersuchungshaft bis zur Verhandlung.
Anklage gegen Serco-Mitarbeiter
Ein Mitarbeiter des Unternehmens Serco, das Unterkünfte für Asylbewerber bereitstellt, ist angeklagt worden, Adressen dieser Einrichtungen weitergegeben zu haben. James Jobson, 62 Jahre alt, aus Costessey bei Norwich, erschien am Montag vor dem Ipswich Magistrates' Court. Ihm wird Amtsmissbrauch vorgeworfen, weil er zwischen dem 3. und 14. August Informationen über mehrere Adressen in Thetford veröffentlicht haben soll, die später Ziel von gewalttätigen Ausschreitungen waren.
Hintergrund der Unruhen
In den Straßen St. John's Way, Bracken Road, Clover Way, Elm Road und Chester Way in Thetford hatte es an drei aufeinanderfolgenden Nächten Störungen gegeben. Die Polizei von Norfolk bestätigte, dass die Anklage im Zusammenhang mit der Veröffentlichung dieser Adressen steht. Jobson wurde in Untersuchungshaft genommen und soll am 14. September vor dem Norwich Crown Court erscheinen.
Reaktion des Arbeitgebers
Ein Sprecher von Serco erklärte, dass das Unternehmen mit den Behörden voll kooperiere. Da es sich um ein laufendes Gerichtsverfahren handele, wolle man sich nicht weiter äußern. Der Fall wirft Fragen zum Umgang mit sensiblen Daten von Asylbewerbern in den Unterkünften auf.
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