Polizei von London entschuldigt sich für Datenpanne bei Fayed-Opfern
Wichtige Fakten
- • Met Police legte E-Mail-Adressen von 143 Opfern offen.
- • Behörde spricht von menschlichem Versagen, entschuldigte sich.
- • Vorfall ereignete sich bei Update zur Fayed-Untersuchung.
- • Drei weitere Verdächtige wurden unter Vorbehalt vernommen.
- • Met Police leitete Untersuchung ein, führte Selbstanzeige durch.
Datenpanne bei der Met Police
Die Londoner Polizei hat sich für die versehentliche Offenlegung der E-Mail-Adressen von mehr als 140 Opfern von Mohamed Al Fayed entschuldigt. Laut einem Bericht des Telegraph wurden bei einer Gruppenaktualisierung zur Untersuchung gegen den ehemaligen Harrods-Besitzer die Adressen von 143 Opfern sowie etwa 12 weitere Empfänger sichtbar. Die Behörde sprach von einem „menschlichen Fehler“ und betonte, die Auswirkungen auf die Opfer zu verstehen.
Ermittlungen und Konsequenzen
Die Polizei hat sich beim Informationsbeauftragten selbst angezeigt und leitete eine Untersuchung ein. Bei dem Vorfall ging es um ein monatliches Update an Opfer, das über den Fortschritt der Ermittlungen informierte. Inzwischen wurden drei weitere Verdächtige im Alter von 70 und 80 Jahren unter Vorbehalt vernommen, wodurch sich die Gesamtzahl auf sieben erhöht. Die Met Police kündigte an, ihre Prozesse zu überprüfen, um ähnliche Vorfälle zu verhindern.
Hintergrund der Ermittlungen
Mehr als 400 Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens wurden gegen Fayed für den Zeitraum 1977 bis 2014 erhoben, darunter Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und Menschenhandel. Fayed starb 2023 ohne Anklage. Die Ermittlungen der Met wurden von Opfern kritisiert, und die unabhängige Polizeibeschwerdebehörde IOPC prüft den Umgang mit den Anschuldigungen. Die Opfer fordern eine umfassendere Untersuchung, um das Ausmaß des Netzwerks aufzudecken.
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