Myanmar: Präsident begnadigt tausende Gefangene, Ex-Präsident Win Myint frei
Wichtige Fakten
- • Über 4.000 Gefangene, darunter 179 Ausländer, werden freigelassen.
- • Ex-Präsident Win Myint ist unter den Freigelassenen.
- • Todesstrafen werden in lebenslange Haft umgewandelt.
- • Aung San Suu Kyis Haftstrafe könnte verkürzt oder in Hausarrest umgewandelt werden.
- • Militärjunta-Chef Min Aung Hlaing wurde Anfang April 2026 zum Präsidenten gewählt.
Amnestie in Myanmar
Myanmars neuer Präsident Min Aung Hlaing hat im Rahmen einer Amnestie mehr als 4.000 Gefangene aus den Gefängnissen entlassen, darunter 179 Ausländer, die abgeschoben werden sollen, wie das Staatsfernsehen berichtet. Unter den Freigelassenen ist überraschend auch der frühere Präsident Win Myint, der nach dem Militärputsch vom 1. Februar 2021 gemeinsam mit der damaligen Regierungschefin Aung San Suu Kyi festgenommen worden war.
Strafumwandlungen und politischer Kontext
Zudem wurden Todesstrafen in lebenslange Haft und lebenslange Strafen in 40 Jahre Gefängnis umgewandelt, weitere Haftstrafen um ein Sechstel verkürzt. Die Lage von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi bleibt unklar; ihr Anwalt deutet an, dass ihre Strafe verkürzt oder in Hausarrest umgewandelt werden könnte. Die Amnestie erfolgt nach der Wahl von General Min Aung Hlaing zum Präsidenten durch das von der Armee kontrollierte Parlament Anfang April 2026, während Myanmar seit dem Putsch 2021 in einer schweren Krise mit Gewalt und wirtschaftlichem Niedergang steckt.
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