Nach Generalsanierung: Bahnstrecke Berlin-Hamburg kämpft mit Verspätungen
Wichtige Fakten
- • 74 % der Fernzüge seit Juni verspätet.
- • 219 Züge über 90 Minuten Verspätung.
- • 172 Fernzüge fielen aus.
- • Pro Bahn kritisiert Planung und Personal.
- • Bund prüft Sanierungsstrategie für Korridore.
Verspätungen trotz Generalsanierung
Zehn Monate lang wurde die Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg umfassend saniert, doch der Verkehr läuft nach der Wiedereröffnung noch nicht zuverlässig. Eine Antwort der Bundesregierung auf eine Grünen-Anfrage zeigt: Zwischen dem 14. Juni und dem 26. Juli waren rund 74 Prozent der 3.150 erfassten Fernzugfahrten mindestens sechs Minuten verspätet. 219 Züge hatten sogar über 90 Minuten Verspätung, und 172 Fernzüge fielen aus.
Ursachen und Reaktionen
Die Bundesregierung nennt als Gründe Hitzetage mit hohen Schienentemperaturen, lokale Unwetter und Auswirkungen vom Bauarbeiten im Berliner Knoten, Probleme mit der Leit- und Sicherungstechnik sowie verspätete Vorderzüge.
Die Bahn verweist darauf, dass sich die Lage inzwischen gebessert habe, Restarbeiten liefen noch. Kritik kommt vom Fahrgastverband Pro Bahn: Er bemängelt strukturelle Probleme bei der Modernisierung und fordert einen Gipfel von Bund, Bahn und Industrie.
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