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Starmer kämpft um sein politisches Überleben: Rede entscheidet über Rücktritt
Labour verlor 1.400 Sitze bei englischen Kommunalwahlen.
Wichtige Fakten
- • Labour verlor 1.400 Sitze bei englischen Kommunalwahlen.
- • Knapp 40 Labour-Abgeordnete forderten Rücktritt Starmers öffentlich.
- • Catherine West droht mit Führungsherausforderung, falls niemand aus Kabinett antritt.
- • Starmer will sich mit EU-freundlicher Rede im Amt halten.
- • West soll rund 30 Unterstützer für ihre Stalking-Horse-Kandidatur haben.
Neue Entwicklung in der Führungskrise
Premierminister Keir Starmer steht nach der historischen Niederlage bei den Kommunalwahlen mehr denn je unter Druck. Neben den knapp 40 Labour-Abgeordneten, die seinen Rücktritt fordern, spitzt sich die Lage zu: Abgeordnete Catherine West, die am Samstag mit einer Stalking-Horse-Kandidatur drohte, sucht nun die notwendige Unterstützung von 80 Abgeordneten, um eine Führungsabstimmung zu erzwingen. West gilt nicht als ernsthafte Kandidatin, will aber andere Schwergewichte wie Andy Burnham oder Wes Streeting aus der Deckung locken. Während Burnham als Bürgermeister von Manchester weiterhin auf eine Rückkehr ins Unterhaus hofft, bereitet sich Gesundheitsminister Wes Streeting laut einem Verbündeten auf eine mögliche Kandidatur vor, sollte Starmers heutige Rede scheitern.Starmers Rede: EU-freundliches Bekenntnis und nationale Maßnahmen
Starmer wird sich heute mit einer als 'wegweisend' bezeichneten Rede ans Volk wenden. Laut Auszügen will er eine Annäherung an die EU versprechen: 'Diese Labour-Regierung wird definiert durch den Wiederaufbau unserer Beziehung und durch die Positionierung Großbritanniens im Herzen Europas.' Er kündigt ein ambitioniertes Jugendaustauschprogramm und engere wirtschaftliche, handels- und verteidigungspolitische Bande an. Konkrete Schritte sind die Nationalisierung von British Steel durch ein Gesetz noch diese Woche sowie der Kampf gegen Rechtspopulisten: Redeverbot für die geplante rechte Demo am Samstag. Er warnte vor den Folgen eines Brexit und richtete deutliche Worte an seinen Rivalen Nigel Farage: 'Er nahm Großbritannien auf eine Achterbahnfahrt mit und jetzt floh er vom Ort des Geschehens; er ist nicht nur ein Betrüger, er ist ein Hasardeur.'Drohender Machtwechsel: Alle Optionen offen
Die Wachablösung von Starmer scheint trotz der EU-freundlichen Rede nur noch eine Frage der Zeit. Während einige Kabinettsmitglieder wie Bildungsministerin Bridget Phillipson vor Chaos warnen, initiieren andere Offensive: Ex-Vize-Premierministerin Angela Rayner sprach Brüche in der Partei an und warnte dies sei womöglich 'die letzte Chance' für die Regierung. Rebecca Long-Bailey stellte ein klares Nein zu weiteren Schuldenkürzungen auf. Viele Labour-Abgeordnete sind mittlerweise der Ansicht, der Untergang sei nicht aufzuhalten – ein Kabinettsmitglied sprach reparierte Loyalitätsprobleme bis zum Stopp. Aus Londons Westminister heißt es BBC-Moderator entsprechend gebe es konkrete Zahlen: Rund 40-Parteigänger hätten ihre Rücktrittsaufforderungen mittlerweile formuliert.Das könnte Sie auch interessieren
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