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Politik 10.05.2026, 00:25 Aktualisiert: 10.05.2026, 12:02

Labour-Führungskrise verschärft sich: Wests Herausforderung und interne Debatte um Starmers Zukunft

Catherine West plant, Montag eine formelle Führungsherausforderung zu starten, falls kein Kabinettsmitglied antritt.

Wichtige Fakten

  • Catherine West plant, Montag eine formelle Führungsherausforderung zu starten, falls kein Kabinettsmitglied antritt.
  • West benötigt 81 Unterstützer; derzeit hat sie etwa zehn Zusagen.
  • Ex-Minister Josh Simons fordert in einem Times-Artikel einen geordneten Übergang zu einem neuen Premier.
  • Unite-Chefin Sharon Graham ist überzeugt, dass Starmer nicht die nächste Wahl führen wird.
  • Andy Burnham gilt als Favorit der Soft-Linken, ist aber nicht im Parlament und könnte bei schnellem Contest ausgeschlossen werden.

Westes Vorstoß führt zu innerparteilichen Verwerfungen

Die britische Labour-Partei steckt in einer tiefen Führungskrise: Die ehemalige Ministerin Catherine West hat Premierminister Keir Starmer öffentlich zum Rücktritt aufgefordert. Sollte sich bis Montag kein Kabinettsmitglied finden, das gegen Starmer antritt, will West selbst eine formelle Führungsherausforderung starten. Dafür benötigt sie die Unterstützung von 81 Labour-Abgeordneten; derzeit hat sie etwa zehn Zusagen. Medienberichten zufolge waren viele Labour-Abgeordnete von ihren Plänen überrascht und bezeichnen sie als "Ausdruck von Frustration". BBC zufolge könnte Wests Initiative jedoch den Impuls brechen und anderen eine Plattform bieten, um ebenfalls einen Führungswechsel zu fordern.

Unterstützung für Burnham und Rufe nach geordnetem Übergang

Inside Labour gibt es starke Strömungen, die einen sofortigen Führungswechsel ablehnen. Stattdessen favorisieren viele eine geordnete Übergabe an Andy Burnham, Bürgermeister von Greater Manchester. Dessen Unterstützer planen einen geordneten Übergang: Starmer soll einen Rücktrittstermin bekanntgeben, damit Burns ins Parlament einziehen kann, während die Partei Chaos vermeidet. Der Guardian berichtet, dass sogar enge Vertraute Starmers wie der frühere Kabinettsminister Josh Simons in der Times einen solchen geordneten Übergang fordern. Simons argumentiert, Starmer habe "das Land verloren" und die Partei müsse radikalere Politik machen.

Interner Druck und Alternativszenarien

Etwa 40 Labour-Abgeordnete fordern öffentlich Starmers Rückzug oder einen festen Rücktrittstermin. Bildungsministerin Bridget Phillipson stellte sich jedoch klar hinter den Premier und bezeichnete Wests Schritt als "völlig falsch". Gewerkschaftsführerin Sharon Graham von Unite zeigte sich im Interview auf BBC Sunday with Laura Kuenssberg überzeugt, dass Starmer nicht in die nächste Wahl führen werde. Ein weiterer Herausforderer ist Wes Streeting, der jedoch nicht von Sanders-Sanars-Burnham-Wählergruppe unterstützt wird. Die Gefahr besteht, dass ein sofortiger Kampf Burnham ausschließen würde, da er kein Abgeordneter ist. Gleichzeitig warnen Kritiker, dass eine schnelle Führungsdebatte die Partei weiter schwächen und Reform-Populisten wie Nigel Farage stärken könnte.

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