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Politik 07.07.2026, 03:29 Aktualisiert: 07.07.2026, 18:03

Nato-Gipfel in Ankara: Trump-Polemik und Reformdebatten überschatten Einheitsbemühungen

EU und Nato-Staaten sagen Ukraine 140 Milliarden Euro Militärhilfe zu.

Wichtige Fakten

  • EU und Nato-Staaten sagen Ukraine 140 Milliarden Euro Militärhilfe zu.
  • Kanada bestellt bis zu zwölf U-Boote bei deutscher Werft TKMS.
  • Spanien verweigert 5%-Ziel, argumentiert mit Effizienz und Missionsbeteiligung.
  • Nato-Generalsekretär Rutte fordert 'Revolution' der Verteidigungsindustrie.
  • Trump erklärt sich vom Bündnis enttäuscht und kritisiert mangelnde Unterstützung im Iran-Krieg.

Gipfelauftakt mit Spannungen

Der Nato-Gipfel in Ankara beginnt mit deutlichen Spannungen und gegensätzlichen Erwartungen. US-Präsident Donald Trump drückt seine Enttäuschung über europäische Partner aus, die ihn im Iran-Krieg nicht unterstützt hätten. Die USA erwägen eine Neubewertung der Beziehungen zur Nato. Zugleich fordert Trump die Bündnispartner zu höheren Verteidigungsausgaben auf. Nato-Generalsekretär Mark Rutte hält dagegen: die Europäer und Kanada investierten bereits knapp vier Prozent ihres BIP in Verteidigung und Sicherheit – zumindest wenn man verteidigungsrelevante Posten wie Infrastruktur mitzählt.

Merz setzt auf Einigkeit

Bundeskanzler Friedrich Merz zeigt sich vor dem Treffen optimistisch und hofft auf einen konstruktiven "Geist von Ankara". Er verteidigt Deutschlands gestiegene Ausgaben und verweist auf massiv steigende Verteidigungsbudgets: Noch vor dem Auftakt wird ein 140-Milliarden-Euro-Hilfspaket für die Ukraine auf den Weg gebracht. In Gipfelpausen blecken angesichts dessen die Widersprüche zwischen Trump und den Europäern umso deutlicher auf.

Konflikte um Ausgabenbeiträge und Rüstungsindustrie

Während Nato-Chef Rutte die Partner zu einer "Revolution" der europäischen Rüstungsindustrie auffordert, streitet Spanien weiter vehement gegen die Forderung nach fünf Prozent Verteidigungsausgaben. Die spanische Regierung argumentiert mit Partnerschaft, Effizienz und der Steigerung des eigenen Beitrags. Unterdessen wird über eine Beteiligung Russlands am möglichen Waffenstillstand entlang der Seehandelsroute vor Iran und Druck auf die Ukraine zur Abgabe von Nato-Außenposten spekuliert.

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