Neuer Premier Burnham kündigt Öl- und Gasbohrungen in der Nordsee an
Wichtige Fakten
- • Andy Burnham wird am Montag Premierminister.
- • Er kündigt neue Öl- und Gasbohrungen in der Nordsee an.
- • Labour-Wahlprogramm versprach eigentlich keine neuen Lizenzen.
- • Gerichte kippten 2025 Genehmigungen für Felder Rosebank und Jackdaw.
- • Burnham plant auch Verstaatlichung von Wasser- und Energieversorgern.
Neue Nordsee-Bohrungen unter Burnham
Der designierte Premierminister Andy Burnham plant, unmittelbar nach seiner Vereidigung am Montag neue Öl- und Gasbohrungen in der Nordsee zu genehmigen. Dies widerspricht dem Wahlprogramm der Labour-Partei von 2024, das keine neuen Lizenzen vorsah, aber bestehende respektieren wollte. Die Genehmigung der Felder Rosebank und Jackdaw war 2025 von Gerichten gekippt worden.
Weitere Maßnahmen im Fokus
Burnham will zudem Wasser- und Energieversorger verstaatlichen sowie ein Wohnungsbauprogramm starten. Er verspricht Entlastung bei den Lebenshaltungskosten und „greifbare Veränderungen“. Der bisherige Labour-Chef Keir Starmer hatte sich gegen Neubohrungen gestellt, was ihm Kritik aus den eigenen Reihen und von US-Präsident Trump einbrachte.
Kontroversen innerhalb der Partei
Energieminister Ed Miliband unterstützt die grüne Linie und bezeichnete Bohrlizenzen als „Klimavandalismus“. Die Ölindustrie und Gewerkschaften fordern von Labour eine Rückendeckung. Burnham muss nun die Balance zwischen Klimazielen, Arbeitsplätzen und bezahlbaren Energiekosten finden.
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