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Klima 08.08.2026, 16:25 Aktualisiert: 08.08.2026, 23:01

Niedrigwasser der Donau: Slowakei und Ungarn ringen um Wasser

Slowakei: Rekordhitze mit 42,2 Grad, Donau extrem niedrig.

Wichtige Fakten

  • Slowakei: Rekordhitze mit 42,2 Grad, Donau extrem niedrig.
  • Nur eine Turbine im Kraftwerk Gabčíkovo läuft, Stromproduktion sinkt.
  • Ungarn: AKW Paks muss wegen Kühlwassermangel Leistung drosseln.
  • UN-Gericht verpflichtet 1997 Slowakei und Ungarn zu kooperativer Wasserteilung.
  • Ungarische Außenministerin meldet Entspannung; Wassermenge stabilisiert sich (Quelle?).

Klimawandel trifft die Donau: Rekordhitze & Wasserknappheit

Der August 2026 verzeichnet in der Slowakei ungewöhnliche Temperaturen: Der Slowakische Wetterdienst meldete mit 42,2 Grad Celsius einen neuen Rekord. Die damit verbundene Dürre führt zu gravierendem Niedrigwasser in der Donau. Betroffen ist insbesondere das Wasserkraftwerk Gabčíkovo in der Nähe von Bratislava, das mit geringer Produktion kämpft – läuft doch nur noch eine der acht Turbinen. Der staatliche Betreiber warnt vor weiteren Einschränkungen.

AKW Paks in Not & diplomatische Verhandlungen

Doch nicht nur die Energiegewinnung, auch die Kühlung der Atomkraftwerke hängt vom Donauwasser ab. Das ungarische AKW Paks muss seine Leistung drastisch reduzieren, weil die Wasserstände tief sind. Der Nachbar Slowakei könnte Abhilfe schaffen, indem es mehr Wasser abgibt – doch die slowakische Regierung fürchtet eine Zuspitzung der eigenen Lage. Diese Interessenkollision erforderte Gespräche auf politischer Ebene, in denen Ungarns Regierungschef Péter Magyar die Bestätigung erhielt, dass beide Seiten weiterhin gemeinsame Lösungen suchen.

Vom Streit zur Zusammenarbeit?

SUSANNE SCHMEIER, Professorin für Wasserdiplomatie an der Universität Utrecht, erklärt sich diese neue europäische Dynamik aus dem fortschreitenden Klimawandel. Wasserverteilung sei spätestens seit 1997 juristisches Neuland, da eine gemeinsame Vereinbarung den heutigen Kontext vorwegnahm. Der Vorfall zieht vor allem eine Lehre nach sich: Es gilt, grenzübergreifende Wasserkooperation zu institutionalisieren – ein Ergebnis, das Botschafter als hoffnungsvoll erachten.

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