Nordkoreanische Soldaten in der Ukraine: Gedenkstätte in Pjöngjang enthüllt Todeszahlen
Wichtige Fakten
- • Laut BBC starben rund 2.300 nordkoreanische Soldaten im Ukraine-Krieg.
- • Südkorea schätzt: 11.000 Nordkoreaner wurden nach Russland entsandt.
- • Kim Jong Un baute ein Museum für in der Ukraine getötete Soldaten.
- • Die Gedenkwände enthalten 2.304 Namenseinträge gefallener Soldaten.
- • Nordkorea erhielt von Russland Nahrung, Geld und technische Hilfe.
Hintergrund und Entdeckung der Gedenkstätte
Eine BBC-Untersuchung auf Basis von Satellitenbildern und offiziellen Fotos einer neuen Gedenkstätte in Pjöngjang legt nahe, dass etwa 2.300 nordkoreanische Soldaten im Kampf für Russland gegen die Ukraine getötet wurden. Südkorea schätzt, dass mindestens 11.000 Nordkoreaner nach Russland entsandt wurden, um die Rückeroberung des westlichen Kursk-Gebiets zu unterstützen, nachdem die Ukraine im August 2024 eine überraschende Offensive gestartet hatte.
Aufbau und Details des Memorials
Der im April 2025 eingeweihte Gedenkkomplex umfasst zwei 30 Meter lange Mauern mit eingravierten Namen, ein Gebäude und einen Friedhof. BBC-Analysen zufolge sind auf jeder Mauer etwa 1.152 Namen von Gefallenen eingraviert – insgesamt 2.304. Diese Zahl deckt sich mit Schätzungen des südkoreanischen Geheimdienstes, der von etwa 2.000 getöteten Nordkoreanern ausgeht. Der Geheimdienst korrigierte die Zahl später auf insgesamt 6.000 getötete oder verwundete Soldaten von 11.000 Entsandten.
Politische Bedeutung und Motivation
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ordnete den Bau der Gedenkstätte an, um die angebliche Tapferkeit seiner Soldaten zu ehren. Experten sehen darin einen Versuch, die hohen Verluste im eigenen Land zu rechtfertigen und die militärische Kooperation mit Russland zu festigen. Im Gegenzug für die Truppenstellung habe Pjöngjang von Moskau Nahrung, Geld und technische Hilfe erhalten. Die Gedenkstätte selbst beinhaltet einen Friedhof mit rund 278 Gräbern und ein Kolumbarium für Urnen.
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