Trumps vermittelte Waffenruhe: Drei Tage Feuerpause zwischen Russland und Ukraine
Wichtige Fakten
- • Trump kündigt dreitägige Feuerpause vom 9. bis 11. Mai an.
- • Beide Seiten tauschen je 1.000 Gefangene aus.
- • Russland warf Ukraine 264 abgeschossene Drohnen vor.
- • Selenskyj meldete über 140 russische Angriffe und 850 Drohnen.
- • 13 Flughäfen in Südrussland wegen Drohnenangriffen geschlossen.
Dreitägige Feuerpause durch Trump vermittelt
US-Präsident Donald Trump hat eine dreitägige Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine angekündigt, die vom 9. bis 11. Mai gelten soll. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, die Feuerpause umfasse die Aussetzung aller kinetischen Aktivitäten und einen Gefangenenaustausch von je 1.000 Personen pro Seite. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Vereinbarung und dankte Trump für dessen diplomatisches Engagement. Aus Russland lag zunächst keine offizielle Stellungnahme vor, die Staatsmedien berichteten jedoch über die Zustimmung Moskaus.
Gegenseitige Bruchvorwürfe am ersten Tag
Trotz der angekündigten Feuerpause kam es bereits in den ersten Stunden zu schweren gegenseitigen Vorwürfen. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, in der Nacht seien 264 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Besonders betroffen war die Region Rostow, wo Gouvernör Juri Sljussar Zerstörungen durch Drohnentrümmer in mehreren Städten meldete. In Moskau wurden laut Bürgermeister Sergej Sobjanin 25 Drohnen abgewehrt. Der Betrieb von 13 Flughäfen im Süden Russlands wurde vorübergehend eingestellt.
Selenskyj und Kiew kritisieren Russland
Selenskyj warf Moskau vor, die eigene Feuerpause gebrochen zu haben. Er berichtete von über 140 Angriffen auf ukrainische Stellungen und mehr als 850 Drohnenangriffen innerhalb weniger Stunden. Die ukrainische Regierung bezeichnete die russische Feuerpause als 'blanken Zynismus'. Selenskyj stellte klar, dass die Ukraine spiegelbildlich handeln werde. Parallel bestätigte er Angriffe auf russische Industrieanlagen, darunter eine Raffinerie in Jaroslawl.
Hintergrund und weitere Entwicklungen
Die von Kremlchef Wladimir Putin ursprünglich für den 8. und 9. Mai ausgerufene einseitige Waffenruhe war dazu gedacht, die traditionelle Siegesparade am 9. Mai in Moskau zu schützen. Die Ukraine hatte zuvor selbst eine Waffenruhe ab dem 6. Mai erklärt, die Russland ignorierte. EU-Ratspräsident António Costa sprach sich für mögliche Verhandlungen mit Russland aus. Derweil wächst ein großflächiger Waldbrand im Sperrgebiet von Tschernobyl, der durch die Kämpfe zusätzlich erschwert wird.
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