Teilen:
Wirtschaft 23.07.2026, 14:50 Aktualisiert: 23.07.2026, 18:04

Ölpreis wieder über 100 Dollar: Eskalation im Nahen Osten treibt Energiepreise

Brent-Rohöl steigt wegen Nahostkonflikt erstmals seit Mai über 100 Dollar.

Wichtige Fakten

  • Brent-Rohöl steigt wegen Nahostkonflikt erstmals seit Mai über 100 Dollar.
  • Huthi-Miliz attackiert saudische Öltanker im Roten Meer mit Raketen.
  • Benzinpreise in Großbritannien auf fast 1,56 Pfund pro Liter gestiegen.
  • US-Notenbankchef Warsh bekräftigt Null-Toleranz gegenüber Inflation.
  • Gefahr von Zinserhöhungen trotz Trumps Forderungen nach Zinssenkungen.

Ölpreis über 100 Dollar durch Nahostkonflikt

Der Ölpreis ist aufgrund der eskalierten Lage im Nahen Osten wieder über die 100-Dollar-Marke pro Barrel gestiegen. Brent-Rohöl, der internationale Referenzpreis, kletterte am Donnerstag um mehr als sechs Prozent auf über 100 Dollar – ein Niveau, das zuletzt im Mai gesehen wurde. Auslöser sind neue Attacken der Huthi-Miliz auf saudische Öltanker im Roten Meer, wodurch eine wichtige Exportroute bedroht wird. Zudem sind US-Militärangriffe auf den Iran wieder aufgenommen worden, nachdem eine Waffenruhe gescheitert war.

Auswirkungen auf Verbraucher und Inflation

Die steigenden Ölpreise treiben die Benzinpreise in die Höhe: In Großbritannien kostet ein Liter Benzin fast 1,56 Pfund, in den USA liegt der Durchschnittspreis wieder über vier Dollar pro Gallone. Höhere Transportkosten dürften auch die Preise für Lebensmittel und andere Güter erhöhen. Die Inflation war zuletzt gesunken, doch der erneute Ölpreisanstieg gefährdet diesen Trend. Zentralbanken weltweit stehen unter Druck, die Geldpolitik straff zu halten.

Zinspolitik im Spannungsfeld

Der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh betont seine Null-Toleranz gegenüber anhaltender Inflation, was Zinssenkungen unwahrscheinlich macht. US-Präsident Donald Trump fordert zwar niedrigere Zinsen, doch die Fed ließ den Leitzins zuletzt unverändert. Analysten sehen eine steigende Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhungen, falls die Energiepreise hoch bleiben. Auch die Bank of England hält die Zinsen stabil, während Anleiherenditen weltweise steigen.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.