One-Nation-Kandidat widerspricht Parteilinie zur Migration
Wichtige Fakten
- • One-Nation-Kandidat Farley hält 306.000 Nettozuwanderung für "wahrscheinlich nicht" zu hoch.
- • Die Partei fordert offiziell eine Obergrenze von 130.000 Migranten pro Jahr.
- • Farley betont den Bedarf an Arbeitskräften für One Nations Wasserpolitik.
- • Barnaby Joyce führt den Ausrutscher auf Wahlkampfdruck zurück.
- • Die Nachwahl in Farrer gilt als Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Farley und unabhängiger Kandidatin Milthorpe.
Widerspruch zur eigenen Parteilinie
Der One-Nation-Kandidat für die Nachwahl im Wahlkreis Farrer, David Farley, hat Zweifel an der offiziellen Migrationspolitik seiner Partei gesät. In einer Kandidatendiskussion erklärte Farley, dass die Nettozuwanderung von 306.000 Menschen im vergangenen Jahr "wahrscheinlich nicht" zu hoch sei. Dies steht im klaren Widerspruch zur Parteiposition, die eine Obergrenze von 130.000 Migranten pro Jahr vorsieht.
Rechtfertigung des Kandidaten
Farley argumentierte, dass man die Migrationszahl an die Kapazitäten in den Bereichen Wohnungsbau, Gesundheit und Bildung anpassen müsse. Zudem verwies er auf den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften, die für One Nations Wasserpolitik benötigt würden. Er räumte ein, dass die genaue Zahl vom Produktivitäts- und Kapazitätsaufbau abhänge.
Reaktionen aus der Partei
Barnaby Joyce, One-Nation-Abgeordneter, versuchte den Vorfall herunterzuspielen. Er führte Farleys Aussagen auf den "Druck des Wahlkampfs" zurück und betonte, dass Farley grundsätzlich hinter der Parteilinie stehe. Gleichzeitig kritisierte er die hohen Migrationszahlen der aktuellen Regierung.
Politische Lage in Farrer
Die Nachwahl im Grenzwahlkreis zwischen New South Wales und Victoria verspricht ein knappes Rennen zwischen Farley und der unabhängigen Kandidatin Michelle Milthorpe zu werden. Der Sitz wird traditionell von liberalen oder nationalen Politikern gehalten, doch die aktuellen Umfragen deuten auf einen möglichen Wechsel hin.
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