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Wirtschaft 17.04.2026, 11:02 Aktualisiert: 17.04.2026, 12:22

OnlyFans plant Minderheitsbeteiligung für Stabilität nach Tod des Gründers

OnlyFans verhandelt über Verkauf einer unter 20% Beteiligung an Architect Capital.

Wichtige Fakten

  • OnlyFans verhandelt über Verkauf einer unter 20% Beteiligung an Architect Capital.
  • Die Bewertung des Unternehmens liegt dabei bei über 3 Milliarden US-Dollar.
  • Gründer Leonid Radvinsky starb im Alter von 43 Jahren an Krebs.
  • OnlyFans erzielte 2024 einen Umsatz von 1,4 Milliarden US-Dollar.
  • Die Plattform hat 4,6 Millionen Creator- und 377 Millionen Fan-Konten.

Überblick

Die britische Erwachsenen-Video-Plattform OnlyFans befindet sich in fortgeschrittenen Verhandlungen, um eine Minderheitsbeteiligung von weniger als 20% an das US-amerikanische Investmentunternehmen Architect Capital zu verkaufen, was das Unternehmen mit über 3 Milliarden US-Dollar bewerten würde. Dieser Schritt wird als Strategie zur Sicherung der Stabilität nach dem Tod des Gründers Leonid Radvinsky angesehen, der im Alter von 43 Jahren an Krebs verstarb. OnlyFans ist ein hochprofitables Unternehmen, das 2024 einen Umsatz von 1,4 Milliarden US-Dollar und einen Vorsteuergewinn von 684 Millionen US-Dollar verzeichnete.

Details zur Plattform und Finanzen

OnlyFans hat 4,6 Millionen Creator-Konten und 377 Millionen Fan-Konten, wobei die Einnahmen aus Abonnements zu 80% an die Creator und zu 20% an die Plattform gehen. Die Zahlungen an Creator beliefen sich im Jahr 2024 auf 7,2 Milliarden US-Dollar. Radvinsky hatte zuvor bereits über 1 Milliarde US-Dollar an Dividenden aus dem Unternehmen erhalten, einschließlich 701 Millionen US-Dollar im Jahr 2024. Der Verkauf einer Minderheitsbeteiligung würde die Kontrolle des Unternehmens beim Familientrust belassen, der Radvinskys Anteile hält.

Strategische Ausrichtung

OnlyFans zeigt Interesse an einer Partnerschaft mit Architect Capital, da das Unternehmen Expertise im Finanzdienstleistungssektor besitzt, was mit OnlyFans' Plänen übereinstimmt, Bankprodukte für Creator anzubieten, die aufgrund der Art ihrer Arbeit Schwierigkeiten haben, Zugang zu solchen Dienstleistungen zu erhalten. Dieser Deal folgt früheren Berichten über Verhandlungen über eine Mehrheitsbeteiligung und könnte die langfristige Positionierung des Unternehmens stärken.

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