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Politik 22.06.2026, 03:14 Aktualisiert: 22.06.2026, 06:00

Kolumbien: Rechtsaußen-Anwalt de la Espriella gewinnt Präsidentschaftswahl

De la Espriella gewinnt mit knapp 50% der Stimmen.

Wichtige Fakten

  • De la Espriella gewinnt mit knapp 50% der Stimmen.
  • Cepeda kündigt Anfechtung in 33.000 Wahllokalen an.
  • De la Espriella will Friedensgespräche beenden.
  • Er plant zehn Großgefängnisse und harte Kriminalitätsbekämpfung.
  • Wirtschaftspolitisch setzt er auf Öl-, Gasförderung und Steuersenkung.

Wahlergebnis und Anfechtung

Bei der Stichwahl um die Präsidentschaft in Kolumbien liegt der rechtsaußen-Kandidat Abelardo de la Espriella mit knapp 50 Prozent der Stimmen vorn, wie die Wahlbehörde mitteilte. Sein Rivale, der linksgerichtete Senator Iván Cepeda, erreichte rund 48,7 Prozent und kündigte an, das Ergebnis in mehr als 30.000 Wahllokalen anzufechten. Die Wahlbeteiligung war niedrig, etwa 400.000 Wähler gaben leere Stimmzettel ab, was als Protest gewertet wird.

Politische Positionen und Reaktionen

De la Espriella, bisher nie im Amt, verspricht ein hartes Vorgehen gegen Kriminalität, den Bau von zehn Großgefängnissen und ein Ende der Friedensgespräche mit bewaffneten Gruppen. Wirtschaftlich will er den Öl- und Gassektor fördern, Steuern senken und den Staatsapparat um bis zu 40 Prozent verkleinern, jedoch sozial beliebte Maßnahmen erhalten. US-Präsident Trump gratulierte per Social Media. In Cali kam es zu Protesten mit brennenden US-Flaggen.

Herausforderungen

Der künftige Präsident steht vor enormen Aufgaben: Er muss die hohe Staatsverschuldung bewältigen und wird auf einen gespaltenen Kongress treffen. Zudem hat die Gewalt im Land zugenommen. Amtsinhaber Gustavo Petro, der nicht mehr kandidieren durfte, sprach von Unregelmäßigkeiten bei der Auszählung.

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