Von besten Freunden zu besten Feinden: Trump und Meloni im Clinch
Wichtige Fakten
- • Trump behauptet, Meloni habe um ein gemeinsames Foto gefleht.
- • Meloni sagte einen Staatsbesuch ihres Außenministers in den USA ab.
- • Meloni verweigerte Trump die Nutzung eines Militärstützpunkts für Iran-Angriffe.
- • Zuvor stand sie im Streit zwischen Trump und Papst Leo XIV. an der Seite des Papstes.
Eskalation zwischen Rom und Washington
Eineinhalb Jahre nach dem freundschaftlichen Auftakt ist das Verhältnis zwischen US-Präsident Donald Trump und Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni tief zerrüttet. Auslöser war ein Foto-Streit: Trump behauptete in einem TV-Interview, Meloni habe ihn während des G7-Gipfels um ein gemeinsames Bild „angefleht“. Meloni wies dies empört zurück und lies ihren Außenminister Antonio Tajani einen geplanten Staatsbesuch in den USA absagen.
Weitere Konflikte
Bereits zuvor hatten sich die Spannungen aufgebaut. Meloni stellte sich im Streit zwischen Trump und Papst Leo XIV. auf die Seite des Kirchenführers. Zum endgültigen Bruch kam es, als Meloni sich weigerte, den USA die Militärbasis Sigonella auf Sizilien für Angriffe auf den Iran zur Verfügung zu stellen. Ihre Haltung: „Italien ist nicht Teil des Konflikts und hat nicht vor, Teil des Konflikts zu werden.“ Meloni-Skeptiker in Europa hatten gehofft, die Politikerin könne als Brückenbauerin zur Trump-Administration fungieren – nun ist das Gegenteil eingetreten.
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