Ostsee-Anrainer beraten in Flensburg über Drohnenabwehr
Wichtige Fakten
- • Bundesinnenminister Dobrindt berät mit Ostsee-Anrainerstaaten.
- • Fokus liegt auf gemeinsamer Drohnenabwehr, besonders an Häfen.
- • Vorfälle in Leipzig und Kopenhagen verdeutlichen Bedrohung.
- • Kritis-Betreibern fehlt rechtliche Befugnis zur Drohnenabwehr.
- • Eu-Kommission plant Rechtsrahmen für aktive Gegenmaßnahmen.
Konferenz in Flensburg: Kampf gegen Drohnenbedrohung
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat heute seine Amtskollegen aus den Ostsee-Anrainerstaaten plus EU-Vertreter nach Flensburg eingeladen, um über die Abwehr hybrider Bedrohungen zu beraten. Im Fokus standen insbesondere Maßnahmen gegen Drohnen, die in den letzten Monaten für Störungen an Flughäfen und Häfen gesorgt hatten, darunter der Fund einer mit Sprengstoff bestückten Drohne in Leipzig.
Zweites Treffen: Strategien für mehr Sicherheit
Bereits im Juni hatte es in Helsinki ein erstes Treffen gegeben. Die finnische Regierung betont, dass Drohnenangriffe keine Grenzen kennen und ein gemeinsames Lagebild, frühwarnsysteme und koordinierte Übungen notwendig seien. Dublin, mit der EU-Ratspräsidentschaft betraut, soll die Ideen auf europäischer Ebene vorantreiben.
Deutschland und EU: Kritis-Betreiber und russische Schattenflotte
Auf nationaler Ebene wird diskutiert, privaten Betreibern Kritischer Infrastruktur (Kritis) eigene Drohnenabwehr zu erlauben. Die EU hatte bereits im Februar einen Aktionsplan vorgelegt. Ein weiteres Thema ist die russische Schattenflotte, deren Tanker oft für Drohnenstarts, Sabotage und Spionage genutzt werden. Eine einheitliche Strategie bleibt jedoch unklar.
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