Pentagon plant Milliarden-Investition in autonome Drohnenkriegsführung
Wichtige Fakten
- • Pentagon fordert 54 Mrd. Dollar für autonome Drohnensysteme in 2027.
- • Das Budget ist ein Anstieg um 24.000% gegenüber dem Vorjahr.
- • Experten warnen vor unvorbereiteten Risiken und Sicherheitslücken.
- • Neue Abteilung DAWG soll mit Privatsektor zusammenarbeiten.
- • Gelder könnten US-Drohnenunternehmen wie Anduril und Neros begünstigen.
Hintergrund der Budgetforderung
Das US-Verteidigungsministerium (Pentagon) hat in seinem Haushaltsentwurf für 2027 über 54 Milliarden US-Dollar für die Defense Autonomous Warfare Group (DAWG) beantragt, was einem Anstieg von 24.000 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Mittel sollen laut Budgetdokumenten in autonome und ferngesteuerte Systeme für Luft, Land und See fließen, darunter das 'Drone Dominance'-Programm. Die Summe übersteigt die Hälfte des gesamten britischen Verteidigungshaushalts und wurde von ehemaligen CIA-Direktor David Petraeus als 'größte Einzelverpflichtung zur autonomen Kriegsführung in der Geschichte' bezeichnet.
Kritik und Risiken
Experten wie Petraeus und ehemalige Sicherheitsforscher warnen jedoch davor, dass das US-Militär und KI-Unternehmen nicht ausreichend auf die Risiken und Verantwortlichkeiten autonomer Waffensysteme vorbereitet seien. Jeffrey Ladish von Palisade Research betonte, dass autonome Systeme militärische Konfrontationen verändern und Ereignisse wie Putsche erleichtern könnten. Peter Wallich, ein ehemaliger Beamter des UK AI Security Institute, wies auf ausnutzbare Sicherheitslücken in fortschrittlichen KI-Systemen hin, die im Verteidigungskontext Kriegsangehörige und Zivilisten gefährden könnten.
Ziele und Kontroversen
Die neu geschaffene DAWG-Abteilung soll mit dem Privatsektor zusammenarbeiten, um autonome Drohnentechnologien zu testen und in das Militär zu integrieren. Die Finanzierung erfolgt vor dem Hintergrund von US-Bemühungen, sich von chinesischer Verteidigungstechnologie zu lösen, mit Verboten chinesischer Drohnenkomponenten seit Dezember. Während US-Drohnenhersteller wie Neros Technologies die Investition als positives Signal für die Berücksichtigung von Schlachtfelderfahrungen begrüßen, kritisieren andere wie Kristofer Harrison, ein ehemaliger Russland-Experte des State Department, die Mittel als 'Schmiergeldkasse für Anduril' und plädieren für eine stärkere Zusammenarbeit mit ukrainischen Herstellern, die kostengünstigere und erprobte Drohnen produzieren.
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